
Auf einer Wahlkampfveranstaltung der AfD in Greding im bayerischen Landtagswahlkampf haben Vertreter der Partei scharfe Kritik an der Bundesregierung, den Grünen sowie an CDU-Kanzlerkandidat Friedrich Merz geäußert. Die Veranstaltung, moderiert von Martin Böhm, richtete sich an mehrere tausend Besucher vor Ort sowie zusätzliche Zuschauer im Livestream. Als Redner traten unter anderem der bayerische Landesvorsitzende sowie ein Spitzenkandidat der Landesliste zur Bundestagswahl auf.
In ihren Reden zeichneten die Redner ein düsteres Bild der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Lage in Deutschland. Genannt wurden unter anderem angekündigte Stellenstreichungen bei Unternehmen wie Thyssenkrupp, Volkswagen, Opel und Bosch, steigende Energiepreise sowie eine als hoch beschriebene Zahl an Unternehmensinsolvenzen und Betriebsaufgaben. Die Politik der amtierenden Bundesregierung, insbesondere die Klimapolitik, wurde für die wirtschaftliche Entwicklung verantwortlich gemacht. Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck wurde in diesem Zusammenhang mehrfach namentlich kritisiert, ebenso Bundeskanzler Olaf Scholz.
Kritik an CDU-Kandidat Merz
Auch der Kanzlerkandidat von CDU und CSU, Friedrich Merz, wurde von den Rednern angegriffen. Kritisiert wurde unter anderem, dass er sich nach einer Bundestagsabstimmung, bei der ein Antrag mit Stimmen der AfD eine Mehrheit gefunden hatte, dafür entschuldigt habe. Die Redner werteten dies als mangelnde politische Standhaftigkeit. Merz wurde zudem vorgeworfen, an der Fortführung der bisherigen Wirtschaftspolitik festhalten zu wollen.
Ein wesentlicher Themenschwerpunkt der Reden war die innere Sicherheit. Unter Verweis auf mehrere Städte, darunter Aschaffenburg, Magdeburg, Mannheim und Solingen, beklagten die Redner eine Zunahme von Messerangriffen und Gewaltdelikten in Deutschland. Sie warfen etablierten Parteien vor, nach solchen Vorfällen lediglich Betroffenheit zu äußern, ohne dass sich an der zugrunde liegenden Migrationspolitik etwas ändere. Die AfD stellte sich selbst als einzige Partei dar, die eine Kursänderung in der Migrations- und Sicherheitspolitik konsequent verfolge.
Auftritt von Alice Weidel angekündigt
Die Veranstaltung war Teil einer größeren Wahlkampftournee der AfD, bei der auch ein Auftritt der Parteivorsitzenden und Kanzlerkandidatin Alice Weidel angekündigt wurde. Die Redner bezeichneten sie als „Kanzlerin der Herzen“. Die Partei bewarb ihre Ziele unter dem Slogan „Zeit für Deutschland“ und nannte dabei Energiepolitik, Rentensicherheit, Grenzsicherung und Meinungsfreiheit als zentrale Wahlkampfanliegen.
Originalbeitrag von AfD TV


