LINKE

AfD-Wahlkampfabschluss in Magdeburg: Siegmund will absolute Mehrheit

Veröffentlicht am 5. September 20262 Min. Lesezeit345 Wörter

AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat beim Wahlkampfabschluss seiner Partei in Magdeburg zwei Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt die absolute Mehrheit als Ziel ausgegeben. Ohne sie rechnet er mit einer CDU-geführten Koalition, deren Scheitern und einer Neuwahl.

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Der AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund hat beim Wahlkampfabschluss seiner Partei in Magdeburg zwei Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt die absolute Mehrheit als Ziel ausgegeben. Der Co-Fraktionsvorsitzende der AfD im Magdeburger Landtag erklärte vor seinen Anhängern, seine Partei habe die Wahl „im Prinzip bereits gewonnen“; das Ergebnis am Sonntag sei nur der erste Schritt, es gehe um „ganz Deutschland“.

Neuwahl statt Koalition

Auf die Frage eines Journalisten, was er ohne absolute Mehrheit tun werde, antwortete Siegmund, dann werde sich die CDU an Grüne und Linke binden, um an der Macht zu bleiben – eine Konstellation, die er als „Blutwurstkoalition“ bezeichnete. Ein solches Bündnis werde „über kurz oder lang“ scheitern und eine Neuwahl nach sich ziehen; das Ziel liege dann nicht mehr bei 45 Prozent, sondern bei 55 oder 60 Prozent. Ein Angebot zur Zusammenarbeit mit anderen Parteien machte er nicht.

Einen weiteren Schwerpunkt legte Siegmund auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Nach einem Auftritt im ZDF-Morgenmagazin am selben Tag kündigte er an, eine erste Amtshandlung unter seiner Führung wäre die Kündigung des Medienstaatsvertrags; den Rundfunkbeitrag nannte er wiederholt eine „Zwangsabgabe“, die abgeschafft gehöre.

Schilderung eines Fahnen-Vorfalls

Ausführlich schilderte Siegmund einen Vorfall, den er nach eigenen Angaben nach einem Interviewtermin beobachtet hat: Eine über Nacht auf den Boden aufgebrachte Deutschlandfahne sei am frühen Morgen von einer beauftragten Firma mit einem Sandstrahler entfernt worden. Er verband die Darstellung mit dem Vorwurf, bei einer Veranstaltung politischer Gegner am Folgetag seien Deutschlandfahnen untersagt. Belege nannte er nicht; eine unabhängige Bestätigung des Vorgangs liegt nicht vor.

Für den Fall einer Regierungsübernahme kündigte Siegmund an, „ab Minute 1“ abzuschieben und die Migrationspolitik neu zu ordnen. Zudem wolle er in das Land investieren und auf diplomatischem Weg darauf hinwirken, Deutschland aus einem aus seiner Sicht falschen außenpolitischen Kurs herauszuhalten. Über Sachsen-Anhalt hinaus stellte er Auftritte in Mecklenburg-Vorpommern und weiteren Bundesländern in Aussicht.

Der Wahlkampfabschluss war als Familienfest angelegt; nach Medienberichten kamen rund 10.000 Menschen. Neben Siegmund trat unter anderem AfD-Bundessprecher Tino Chrupalla auf. Die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt findet am Sonntag, dem 6. September 2026, statt.

Quelle: Aufzeichnung von AfD TV, veröffentlicht auf dem YouTube-Kanal brainshockTV

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