
Der TV-Sender NIUS hat in seiner Morgensendung „NIUS LIVE“ über politische Spekulationen zur Zukunft von Bundeskanzler Friedrich Merz sowie über die neue PISA-Studie berichtet. Moderator Alexander Kissler ordnete gemeinsam mit den NIUS-Mitarbeitern Pauline Voss und Julius Böhm die anstehenden Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin als möglicherweise entscheidend für den Fortbestand der Kanzlerschaft von Merz ein. In der Sendung wurde spekuliert, die CDU könnte in Mecklenburg-Vorpommern an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern, was nach Einschätzung der Moderatoren das Ende der Kanzlerschaft bedeuten könnte. Die Sendung sprach in diesem Zusammenhang von einer „Merz-Meuterei“ innerhalb der Union und kündigte weitere Berichterstattung zu diesem Thema an.
PISA-Studie im Fokus
Breiten Raum nahm in der Sendung die Auswertung der neuen PISA-Studie der OECD ein, die tags zuvor veröffentlicht worden war. Die Moderatoren stellten einen Zusammenhang zwischen dem Rückgang der Lesekompetenz deutscher Schüler seit dem Jahr 2015 und der Zuwanderung infolge der Flüchtlingsbewegung jenes Jahres her. Anhand von Grafiken zur Lesekompetenz sowie zum Vergleich der Testergebnisse von Schülern mit und ohne Migrationshintergrund argumentierten Voss und Böhm, dass der von der Studie ausgewiesene Leistungsabfall vor allem auf Zuwanderung zurückzuführen sei und nicht, wie von der Politik dargestellt, überwiegend auf sozioökonomische Faktoren.
Nach den in der Sendung präsentierten Zahlen erreichten Schüler in Deutschland insgesamt im Schnitt 472 Punkte in den Bereichen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften. Schüler, deren beide Elternteile in Deutschland geboren wurden, erzielten demnach 513 Punkte, zugewanderte Schüler dagegen 430 Punkte – eine Differenz von 83 Punkten. Die Moderatoren verwiesen zudem auf eine gesonderte Auswertung, wonach Deutschland bei Betrachtung ausschließlich deutscher Schüler im europäischen Vergleich vordere Plätze belegen würde, etwa Rang eins beim Lesen und Rang zwei bei Mathematik.
Einordnung der Ursachen
Böhm führte zusätzlich zur Zuwanderung die Auflösung des gegliederten Schulsystems mit den Schularten Gymnasium, Realschule und Hauptschule als möglichen Faktor für den Leistungsabfall an. Voss ergänzte, der Rückgang hänge auch mit der Herkunft eines Teils der Zuwanderer aus dem islamisch geprägten Kulturkreis zusammen, wo Bildung und staatliche Institutionen nach ihrer Darstellung eine andere, ablehnendere Rolle spielten. Sie verwies zum Vergleich auf Länder wie Kanada und die Schweiz, in denen nach ihrer Einschätzung eine anders zusammengesetzte, bildungsnahe Zuwanderung vorherrsche. Offizielle Stellungnahmen von Bildungspolitikern oder der Studienautoren zu dieser Deutung wurden in der Sendung nicht im Detail wiedergegeben, jedoch darauf verwiesen, dass Studienverantwortliche den Leistungsabfall vorrangig mit sozioökonomischen Faktoren erklären.
Neben diesen beiden Schwerpunktthemen kündigte die Sendung weitere Berichte zu den Themen Gasversorgung und möglichen Engpässen im kommenden Winter an.
Video-Beschreibung
Der Tag beginnt mit NIUS:
▶️ Das Merz-Referendum: Zerbricht Merz' Kanzlerschaft an der 5-Prozent-Hürde?
▶️ PISA-Schock. Darum wären wir ohne Massenmigration ein viel schlaueres Land.
▶️ Gasspeicher leer, Ölpreise hoch. So verschläft die Regierung die kritische Energie-Lage.
▶️ Debatte im Detail. NIUS analysiert, wie sich Friedrich Merz gegen Alice Weidel in der großen Bundestags-Debatte schlug.
NIUS-Moderator Alexander Kissler begrüßt am 10. September 2026 im NIUS Live-Studio Berlin seine Gäste:
Pauline Voss, stellvertretende Chefredakteurin NIUS
Julius Böhm, Reporter NIUS
Ralf Schuler, Politikchef NIUS
Originalbeitrag von NIUS


