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Wahlbetrug? Alice Weidel: „Die Sachsen-Anhalt Wahl neu auszählen lassen!“

Veröffentlicht am 12. September 20262 Min. Lesezeit406 Wörter

AfD-Chefin Alice Weidel fordert im Interview mit AUF1 eine Neuauszählung der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt und spricht von Wahlbetrug. Zudem kritisiert sie die Verweigerungshaltung der CDU gegenüber Koalitionsgesprächen mit der AfD.

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AfD-Bundesvorsitzende Alice Weidel hat in einem Interview mit dem Sender AUF1 gefordert, sämtliche Wahlbezirke der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt neu auszählen zu lassen. Sie begründete dies mit einer aus ihrer Sicht auffälligen statistischen Abweichung zwischen den Ergebnissen der Urnenwahl und der Briefwahl. Das Interview führte AUF1-Chefredakteur Stefan Magnet.

Weidel erklärte, in einigen Wahlbezirken habe der AfD-Spitzenkandidat in Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, bei der Urnenwahl teilweise rund 60 Prozent der Stimmen erhalten, während der Anteil bei der Briefwahl nur bei etwa 25 Prozent gelegen habe. Diese Diskrepanz sei ihrer Einschätzung nach nicht plausibel zu erklären. Sie verwies zudem auf Vorfälle in einem Pflegeheim, bei denen nach ihrer Darstellung eine an Demenz erkrankte Frau betroffen gewesen sei und Angehörige Nachfragen zu den Wahlunterlagen gestellt hätten; die Staatsanwaltschaft habe hierzu bislang keine Ermittlungen aufgenommen. Weidel sprach in diesem Zusammenhang von Wahlbetrug und forderte die zuständigen Behörden auf, den Sachverhalt aufzuklären, da andernfalls das Vertrauen der Bevölkerung in staatliche Institutionen beschädigt werde. Auf die Frage, ob die AfD die Briefwahl grundsätzlich abschaffen würde, antwortete sie mit Ja.

Kritik an CDU-Haltung

Weidel kritisierte zudem die Ankündigung der CDU in Sachsen-Anhalt, keine offiziellen Koalitionsgespräche mit der AfD zu führen. Diese Verweigerungshaltung bestehe nach ihrer Darstellung auch abseits öffentlicher Auftritte. Sie warf der CDU vor, seit Jahren an einer sogenannten Brandmauer gegenüber der AfD festzuhalten, obwohl es aus ihrer Sicht einen klaren Wählerauftrag für eine konservative Regierung unter Beteiligung der AfD gebe. Als mögliche Alternativen zur Regierungsbildung in Sachsen-Anhalt nannte sie eine Zusammenarbeit mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht, äußerte sich dazu jedoch skeptisch und bezeichnete die Partei als wenig professionell und ohne ausreichende parlamentarische Erfahrung.

Weidel äußerte zudem die Erwartung, dass CDU und CSU bei der bevorstehenden Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern unter die Fünf-Prozent-Hürde fallen und nicht mehr im Landtag vertreten sein könnten. Sie führte dies auf einen aus ihrer Sicht anhaltenden Vertrauens- und Glaubwürdigkeitsverlust der Union zurück, der sich auch durch einen möglichen Wechsel an der Parteispitze nicht kurzfristig beheben lasse. Namentlich nannte sie keine CDU-Politiker, mit denen aus ihrer Sicht eine Zusammenarbeit denkbar wäre, sagte aber, es gebe innerhalb der Partei jüngere Kräfte, mit denen man perspektivisch zusammenarbeiten könnte.

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„Das Briefwahlergebnis weicht erheblich von der Urnenwahl ab“, sagt Alice Weidel im Gespräch mit AUF1-Chefredakteur Stefan Magnet. „Wir sehen erhebliche statistische Abweichungen, die ich mir nicht erklären kann,“ weshalb die AfD-Chefin dafür plädiert, alle Bezirke neu auszählen zu lassen. Gerade weil die Altparteien jede Gesprächsbereitschaft mit der AfD ausschlagen, sei es jetzt wichtig, jede Form von Wahlbetrug auszuschließen.

Originalbeitrag von AUF1

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