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Sachsen-Anhalt: Briefwahl kostete der AfD die absolute Mehrheit | NIUS

Veröffentlicht am 8. September 20262 Min. Lesezeit349 Wörter

Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeigt sich eine deutliche Diskrepanz zwischen den Ergebnissen der Urnenwahl und der Briefwahl. Während die AfD unter den Wählern, die am Wahltag ins Wahllokal gingen, mit 51,2 Prozent eine absolute Mehrheit erreichte, kam die Partei bei den Briefwählern nur ...

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Bei der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt zeigt sich eine deutliche Diskrepanz zwischen den Ergebnissen der Urnenwahl und der Briefwahl. Während die AfD unter den Wählern, die am Wahltag ins Wahllokal gingen, mit 51,2 Prozent eine absolute Mehrheit erreichte, kam die Partei bei den Briefwählern nur auf 24,3 Prozent – eine Differenz von rund 27 Prozentpunkten. Bei CDU, SPD, Grünen und Linken verhält es sich umgekehrt: Diese Parteien schnitten bei der Briefwahl jeweils besser ab als im Wahllokal.

In einzelnen Gemeinden wie Mertendorf und Hedersleben fällt der Unterschied besonders deutlich aus: Dort erzielte die AfD an der Urne Werte von über 60 Prozent, während sie bei den Briefwahlstimmen auf etwa ein Viertel absank. Diese Diskrepanz zwischen Urnen- und Briefwahlergebnissen wird von Beobachtern als bemerkenswert eingestuft, da sie in diesem Ausmaß bei keiner anderen Partei auftritt.

Die Beobachtungen aus Sachsen-Anhalt werfen Fragen zu den unterschiedlichen Wählerstrukturen bei Urnen- und Briefwahl auf sowie zur Rolle der gezielten Werbung einzelner Parteien für die Briefwahl. Das Thema dürfte angesichts einer allgemein steigenden Nutzung der Briefwahl auch bei künftigen Wahlen in Deutschland relevant bleiben.

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Sachsen-Anhalt hat gewählt – und die Zahlen sorgen für Diskussionsstoff. An der Wahlurne holt die AfD mit 51,2 Prozent eine klare absolute Mehrheit. Doch bei den Briefwählern bricht das Ergebnis auf gerade einmal 24,3 Prozent ein – ein Unterschied von fast 27 Prozentpunkten. Bei allen anderen Parteien läuft es genau andersherum: CDU, SPD, Grüne und Linke schneiden per Brief deutlich besser ab als im Wahllokal.

Besonders krass zeigt sich die Kluft in Orten wie Mertendorf und Hedersleben: Hier liegt die AfD an der Urne bei über 60 Prozent, bei der Briefwahl bricht sie auf rund ein Viertel ein. Ganze Dörfer scheinen politisch gespalten, je nachdem, wie gewählt wurde.

Warum ist der Unterschied bei der AfD so viel größer als bei allen anderen Parteien? Und warum werben ausgerechnet die Parteien, die vom Urnenergebnis nicht profitieren, besonders intensiv für die Briefwahl?

Ein Thema, das weit über Sachsen-Anhalt hinausreicht. Denn die nächste Wahl mit hoher Briefwahlquote kommt bestimmt.

Bei NIUS Live sprachen NIUS-Chefredakteur Julian Reichelt, NIUS-Kolumnist Gunnar Schupelius, NIUS-Reporter Julius Böhm

Originalbeitrag von NIUS

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