LINKE

"High Trust Society" lange vorbei: Hofläden werden ausgeraubt

Veröffentlicht am 23. September 20262 Min. Lesezeit331 Wörter

Ein YouTube-Video thematisiert wiederholte Diebstähle in unbewirtschafteten Hofläden in Deutschland und Österreich und verknüpft diese mit der These eines schwindenden gesellschaftlichen Vertrauens. Als Vergleich dient die südafrikanische Kleinstadt Orania.

Video

Ein Video des YouTube-Kanals Morgenstern beschäftigt sich mit einer Serie von Diebstählen in unbewirtschafteten Hofläden in Deutschland und Österreich. Anlass ist ein auf Instagram geteilter Überwachungsvideo-Ausschnitt, in dem ein Mann größere Mengen Eier aus einem Hofladen entwendet, ohne dafür zu bezahlen. Der Sprecher verweist zusätzlich auf mehrere frühere Medienberichte von SWR, hessenschau und der Kronen Zeitung über wiederholte Diebstähle in Hofläden sowie auf ein weiteres Video, in dem ein Kunde in einem Café unbeobachtet ein Stück Kuchen mitnimmt.

Der Sprecher ordnet diese Vorfälle als Symptom einer schwindenden „High Trust Society“ ein, also einer Gesellschaft, die auf gegenseitigem Vertrauen basiert. Als Beispiel schildert er eigene Kindheitserinnerungen an unverschlossene Haustüren in ländlichen Regionen. Das Prinzip der Hofläden, bei dem Kunden Waren ohne Aufsicht entnehmen und den Betrag eigenständig in eine Kasse legen, wertet er als Ausdruck eines solchen Vertrauensverhältnisses, das seiner Ansicht nach zunehmend untergraben werde.

Bezug zu Migration und Politik

Der Sprecher stellt einen Zusammenhang zwischen dem Verlust dieses gesellschaftlichen Vertrauens und der Zusammensetzung der Bevölkerung her, die sich seit der Anwerbung sogenannter Gastarbeiter ab den 1950er und 1960er Jahren verändert habe. Er verweist dabei auf die ersten italienischen Gastarbeiter ab 1955 und türkische Gastarbeiter ab 1961. Diese Entwicklung sei politisch gewollt und beeinflusst gewesen. Im ländlichen Raum, wo der Anteil von Migranten geringer sei, bestehe seiner Einschätzung nach eher unbeschwertes nachbarschaftliches Vertrauen, was er als Erklärung dafür anführt, warum dort verstärkt rechte und konservative Parteien gewählt würden.

In diesem Zusammenhang erwähnt der Sprecher eine Äußerung von CDU-Chef Friedrich Merz, der den Begriff der Remigration als „ethnische Säuberung“ bezeichnet habe.

Beispiel Orania in Südafrika

Als Gegenbeispiel für eine funktionierende Vertrauensgesellschaft nennt der Sprecher die südafrikanische Kleinstadt Orania, die ausschließlich von weißen Afrikaans-sprachigen Bewohnern bewohnt wird und Zuzug an strenge kulturelle und sprachliche Voraussetzungen knüpft. Er verweist auf ein Video eines schwarzen YouTubers, der die Stadt besucht und sich über unverschlossene Fahrräder, offenstehende Türen und frei spielende Kinder wundert – Zustände, die er aus anderen Teilen Südafrikas nicht kenne.

Originalbeitrag von Morgenstern NEWS

TeilenXWhatsAppFacebookLinkedIn

Ähnliche Artikel