
Der AfD-Landtagsabgeordnete Ulrich Siegmund hat sich in einem Wortwechsel mit dem ZDF-Kabarettisten Fabian Köster über die Migrations- und Fachkräftepolitik der AfD auseinandergesetzt. Anlass war eine öffentliche Begegnung in Sachsen-Anhalt, bei der Köster Siegmund mit Aussagen aus dem AfD-Wahlprogramm zur Zuwanderung von Fachkräften konfrontierte.
Köster zitierte demnach eine Formulierung aus dem Programm, wonach „kulturfremde“ Fachkräfte nicht das Mittel der Wahl seien, um den Fachkräftemangel zu lösen. Er fragte Siegmund zugespitzt, ob im Fall eines medizinischen Notfalls gewartet werden solle, bis ein deutscher Arzt verfügbar sei. Siegmund wies die Anspielung zurück und warf Köster vor, in eine politische Schublade zu greifen, anstatt sachlich zu argumentieren.
Im weiteren Verlauf des Gesprächs ging es um das Konzept einer sogenannten Geburtenwende, mit dem die AfD dem Fachkräftemangel langfristig begegnen will. Köster hinterfragte, ob Siegmund sich über die zeitliche Dimension eines solchen Ansatzes im Klaren sei, da von der Geburt bis zur Ausbildung einer Fachkraft viele Jahre vergingen. Er erkundigte sich zudem, ob Siegmund selbst Kinder habe.
Siegmund kommentierte den Auftritt anschließend als enttäuschend und wenig humorvoll und sprach von „Sparmaßnahmen“ beim ZDF. Er nutzte die Situation, um den öffentlich-rechtlichen Rundfunk grundsätzlich zu kritisieren und erklärte, dieser scheitere in Sachsen-Anhalt an der Realität vor Ort. Der Wortwechsel endete mit einer Bemerkung Kösters, Siegmund sei in Wirklichkeit ein heimlicher Sympathisant der AfD – eine Aussage, die im Kontext als ironischer Seitenhieb zu verstehen ist, da Siegmund selbst AfD-Politiker ist.
Video-Beschreibung
Ulrich Siegmund zerlegt ZDF-„Komiker“ Florian Köster! 😁
Originalbeitrag von Deutschland Kurier


