
Die ZDF-Satiresendung „heute-show“ hat sich in ihrer Ausgabe vom 17. Oktober 2025 mit der Debatte um einen neuen Wehrdienst und der Nachwuchswerbung der Bundeswehr auseinandergesetzt. Moderator Fabian Köster begleitete dafür die Dreharbeiten zu einem fiktiven Werbespot für die Bundeswehr und führte im Bundestag Gespräche mit mehreren Abgeordneten zum Thema Wehrpflicht und Verteidigungsbereitschaft.
In einem Interview auf dem Weg ins Plenum wurde eine Politikerin zu ihrer Haltung zu einem verpflichtenden Wehrdienst befragt. Sie lehnte einen „Zwangsdienst“ für junge Menschen ab, verwies dabei auch auf ihren Bruder, der bei der Bundeswehr als Fallschirmjäger gedient habe. Auf mehrfache Nachfrage, wie stattdessen eine verteidigungsbereite Bundeswehr erreicht werden solle, blieb sie bei der Ablehnung eines Zwangsdienstes, ohne eine konkrete Alternative zu benennen. Sie verwies stattdessen darauf, mehr in Frieden zu investieren, und beendete das Gespräch mit dem Hinweis, ins Plenum zu müssen.
Kontroverse um rechte Verbindungen
In einem weiteren Gespräch mit einem Bundestagsabgeordneten der CSU wurde die Frage nach rechtsextremen Verbindungen einzelner Soldaten sowie eines Büroleiters aufgeworfen. Der Politiker wies dies als unsachlich zurück und plädierte dafür, die Diskussion um die Bundeswehr ernsthafter zu führen, statt sie satirisch aufzugreifen.
In einer weiteren Szene wurde ein Grünen-Bundestagsabgeordneter, Anton Hofreiter, in das Konzept des Spots eingebunden. Auch Tino Chrupalla wurde in die Sendung eingebunden und scherzhaft nach angeblichem Wissen über mögliche Angriffspläne von Wladimir Putin gefragt.
Persiflage auf Werbespot
Den Abschluss bildete ein satirischer Werbespot für die Bundeswehr, der überspitzt Mängel wie fehlende Munition oder eingeschränkt einsatzfähige Flugzeuge thematisierte. Der fiktive Spot warb ironisch mit „Manpower“, modernster Ausrüstung und einem „Meet and Greet“ mit Olaf Scholz und Boris Pistorius für eine Verpflichtung bei der Bundeswehr.
Originalbeitrag von ZDF heute-show


