Bei einem Angriff in München sind 28 Menschen verletzt worden, darunter mindestens ein Kind, das sich in Lebensgefahr befindet. Nach Angaben des Journalisten Boris Reitschuster fuhr ein 24-jähriger afghanischer Asylbewerber, dessen Antrag abgelehnt worden war, gegen 10:30 Uhr mit einem Mini Cooper in eine Menschenmenge. Betroffen war eine Demonstration der Gewerkschaft Verdi. Bei der Festnahme soll der Täter islamistische Parolen gerufen haben.
Reitschuster kritisiert die seiner Ansicht nach verharmlosende Berichterstattung über den Vorfall. Viele Medien hätten zunächst von einem "Auto" geschrieben, das in die Menge gerast sei, anstatt den Täter zu benennen. Er sieht darin ein Muster der Verdrängung und beklagt, dass ähnliche Vorfälle in Bad Oeynhausen, Mannheim, Magdeburg und Aschaffenburg nicht zu ausreichenden Konsequenzen geführt hätten.
Besonders scharf kritisiert der Journalist die politischen Reaktionen auf die jüngste Bundestagsabstimmung zu Asylreformen. Er wirft SPD und Grünen vor, sich mehr um die Ablehnung von Stimmen der AfD zu sorgen als um den Schutz der Bevölkerung. Die von der CDU eingebrachten Vorschläge seien nicht radikal gewesen und teilweise früher von der SPD mitgetragen worden.
Reitschuster zeigt sich auch enttäuscht über das Verhalten der CDU und insbesondere Friedrich Merz. Er fordert ein Ende der "Brandmauer" gegen die AfD und kritisiert, dass taktische Überlegungen wichtiger seien als Sachentscheidungen. Der Journalist beklagt zudem, dass Demonstrationen gegen die Opposition teilweise staatlich subventioniert würden, während es keine vergleichbaren Proteste gegen "importierte Gewalt" gebe. Er äußert die Befürchtung, dass sich ohne grundlegende politische Änderungen ähnliche Angriffe wiederholen werden.
Originalbeitrag von Boris Reitschuster

