
Der Spiegel-Bericht über Vorwürfe von Collien Fernandes gegen Christian Ulmen hat in den vergangenen Tagen mehrere Korrekturen bei großen deutschen Medien nach sich gezogen. Ursprünglich hatten zahlreiche Redaktionen berichtet, Fernandes werfe Ulmen die Erstellung und Verbreitung von Deepfake-Pornos vor. Tatsächlich soll Ulmen laut den korrigierten Meldungen jahrelang im Internet Fake-Profile erstellt und darüber pornografische Darstellungen verbreitet haben – ein Vorwurf, der nicht mit Deepfakes gleichzusetzen ist. Die tagesschau, der WDR, die Berliner Morgenpost, die Zeit und die Süddeutsche Zeitung haben ihre Artikel inzwischen entsprechend berichtigt.
Der Youtube-Kanal Apollo News kritisiert in einem Update die ursprüngliche Berichterstattung des Spiegel scharf und wirft dem Magazin vor, bewusst den Eindruck erweckt zu haben, es handle sich um Deepfakes, ohne dies explizit zu behaupten. Diese Darstellung wird mit Verweis auf frühere Fälle wie die Berichterstattung über Till Lindemann und Luke Mockridge in einen größeren Zusammenhang gestellt. In beiden Fällen hatten Gerichte im Eilverfahren zentrale Passagen der Spiegel-Berichte untersagt beziehungsweise als unzulässige Verdachtsberichterstattung eingestuft, die gegen die Unschuldsvermutung verstoßen habe.
Kritik an Verdachtsberichterstattung
Die Autorin des Fernandes-Artikels, Juliane Löffler, hatte bei Anne Will erklärt, ausschlaggebend für die Veröffentlichung seien zum einen die erneute Anzeigenerstattung, zum anderen die Kenntnis gewesen, dass Bundesjustizministerin Stefanie Hubig ein digitales Gewaltschutzgesetz plane. Aus Sicht von Apollo News zeigt diese Aussage, dass die Veröffentlichung bewusst in einen politischen Kontext gestellt worden sei, statt sich allein an den vorliegenden Fakten zu orientieren. Der Fall sei, anders als in Talkshows und Medien dargestellt, nicht politisch, sondern ein bedauerlicher Einzelfall, der der Justiz zur vollständigen Aufklärung hätte überlassen werden sollen.
Weitere im Video angekündigte Themen betrafen Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz zur Rückkehr syrischer Flüchtlinge sowie ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft München gegen Apollo News im Zusammenhang mit einem Rundfunkrat des Bayerischen Rundfunks. Zu diesen Themen enthält das vorliegende Material jedoch keine weiteren inhaltlichen Ausführungen.
Video-Beschreibung
Die Ulmen-Story bricht in sich zusammen: Immer mehr Medien korrigieren ihre Berichterstattung. Immer wieder müssen die MeToo-Storys des Spiegel hinterher korrigiert werden. Außerdem geht es im Apollo News-Update um Friedrich Merz und dessen Syrer-Kehrtwende und um ein strafrechtliches Ermittlungsverfahren, das die Staatsanwaltschaft München gegen Apollo News forciert.
Originalbeitrag von Apollo News


