
In Berlin sind bei einem Anschlag auf die Energieinfrastruktur nach Behördenangaben rund 45.000 Haushalte sowie 2.200 Gewerbebetriebe zeitweise ohne Stromversorgung geblieben. Betroffen waren nach Medienberichten weite Teile der Stadt, teilweise über mehrere Tage hinweg. Nach ersten Erkenntnissen wurde ein Stromkabel durch einen Brandsatz beschädigt. Die Berliner Wirtschaftssenatorin bestätigte, dass es sich um Brandstiftung handelte. Ein Bekennerschreiben, das einer linksextremen Gruppierung zugeordnet wird, tauchte im Nachgang auf.
Die Störung führte zu erheblichen Beeinträchtigungen im Alltag der betroffenen Bevölkerung. Berichten zufolge mussten in einigen Fällen Menschen aus ihren Wohnungen evakuiert werden, unter anderem wurden Notunterkünfte in Turnhallen eingerichtet. Besonders betroffen waren nach Darstellung mehrerer Medien ältere Menschen sowie Familien mit kleinen Kindern, die bei winterlichen Temperaturen ohne Heizung auskommen mussten.
In der Berichterstattung großer deutscher Medien wurde der Vorfall zunächst überwiegend unter technischen Gesichtspunkten dargestellt, etwa mit Fragen zur Dauer der Reparaturarbeiten. Der mutmaßliche politische Hintergrund der Tat sowie das Bekennerschreiben fanden in den Schlagzeilen zahlreicher Medien zunächst kaum Erwähnung. Kritiker werfen den Redaktionen vor, den Vorfall im Vergleich zu ähnlichen Taten mit rechtsextremem Hintergrund weniger prominent zu behandeln und damit eine unterschiedliche Gewichtung je nach politischer Zuordnung der Täter vorzunehmen. Sie verweisen darauf, dass linksextrem motivierte Gewalttaten gegen Infrastruktur in Berlin in der Vergangenheit wiederholt vorgekommen seien.
Andere Stimmen halten dem entgegen, dass zum Zeitpunkt der ersten Berichterstattung die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen waren und Medien üblicherweise zunächst zurückhaltend über nicht vollständig bestätigte Hintergründe berichten, unabhängig von der politischen Ausrichtung der vermuteten Täterschaft. Die Ermittlungen zu dem Anschlag dauern nach aktuellem Stand an.
Video-Beschreibung
45.000 Haushalte und 2.200 Betriebe im kalten Berlin ohne Strom – nach einem Anschlag auf die Energie-Infrastruktur. Ein Bekennerschreiben aus der linksextremen Szene taucht auf. Doch die Medien schweigen – oder tun so, als sei es ein technischer Defekt. Wäre der Täter von rechts gekommen, gäbe es Sondersendungen, Lichterketten und politischen Alarmismus. Warum diese Doppelmoral? Und was sagt sie über den Zustand unseres Landes? Ich spreche Klartext.
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Originalbeitrag von Boris Reitschuster


