LINKE

Was nur mit den Schülern los?

Veröffentlicht am 19. März 20262 Min. Lesezeit370 Wörter

Ein Kommentarvideo des Kanals Clownswelt kritisiert einen Monitor-Beitrag von Georg Restle über den Zuspruch junger Menschen zur AfD in Ostdeutschland und wirft dem WDR-Format unbelegte Extremismusvorwürfe vor.

Video

Der YouTube-Kanal Clownswelt hat einen Monitor-Beitrag von Georg Restle mit dem Titel „Warum die AfD bei den Jungen zulegt“ kommentiert und dabei scharfe Kritik an der Darstellung geübt. Ausgangspunkt des Monitor-Beitrags war eine interne Schulwahl in Wurzen, bei der laut Bericht mehr als 75 Prozent der teilnehmenden Schüler die AfD wählten. Der Beitrag beschäftigte sich mit der Frage, warum vor allem junge Männer im Osten Deutschlands verstärkt zur AfD tendieren, und verwies dabei unter anderem auf den Auftritt von Björn Höcke bei Parteiveranstaltungen sowie auf die Jugendorganisation Junge Alternative, die vom Verfassungsschutz in Teilen als gesichert rechtsextrem eingestuft wird.

In der Analyse des Clownswelt-Kanals wird dem Monitor-Beitrag vorgeworfen, wiederholt Begriffe wie „rechtsextrem“ oder „faschistisch“ zu verwenden, ohne diese näher zu belegen. Ein eingeblendeter „Nazikeule-Counter“ zählt im Video die entsprechenden Nennungen. Kritisiert wird zudem, dass der Verfassungsschutz in Thüringen unter Präsident Stephan J. Kramer, der zugleich SPD-Mitglied sei und im Stiftungsrat der Amadeu-Antonio-Stiftung sitze, als nicht neutral in der Bewertung der AfD dargestellt wird. Die Amadeu-Antonio-Stiftung, gegründet von Anetta Kahane, wird in dem Kommentarvideo als linksradikal eingeordnet und in Zusammenhang mit einer umstrittenen Spendensammlung für mutmaßliche Betroffene im Fall Till Lindemann gebracht.

Kriminalitätsstatistiken als Argument

Als mögliche Erklärung für den Zuspruch junger Menschen zur AfD werden im Kommentarvideo Zahlen zu Gruppenvergewaltigungen und Gewaltdelikten angeführt, unter Berufung auf Bundeskriminalamt-Statistiken sowie eine Landtagsdrucksache aus Nordrhein-Westfalen. Damit wird die These vertreten, dass Sorgen um die innere Sicherheit und Erfahrungen mit Zuwanderungskriminalität eine wesentliche Rolle für das Wahlverhalten junger Menschen spielten – eine Erklärung, die im Monitor-Beitrag laut der Kritik nicht ausreichend berücksichtigt worden sei.

Weiter wird im Video eine Umfrage von Infratest dimap zum Vertrauen in den Verfassungsschutz herangezogen, wonach rund 43 Prozent der Befragten wenig oder kein Vertrauen in die Behörde hätten – auch unter Anhängern von Grünen, SPD und Linkspartei liege dieser Anteil bei etwa der Hälfte. Daraus wird gefolgert, dass geringes Vertrauen in den Verfassungsschutz kein spezifisches Phänomen unter jungen AfD-Sympathisanten sei.

Der Monitor-Beitrag porträtierte zudem die Gemeinschaftskundelehrerin Anne Dening von der Pestalozzi-Oberschule in Wurzen, die nach eigenen Angaben gegen rechtsextreme Einstellungen unter ihren Schülern vorgeht und im vergangenen Schuljahr mit ihrer Klasse die Gedenkstätte Auschwitz besuchte. Im Kommentarvideo wird ihr Engagement als politisch einseitig kritisiert und die Neutralitätspflicht von Lehrkräften im Unterricht betont.

Originalbeitrag von Clownswelt

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