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Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) steht laut aktuellen Umfragewerten unter wachsendem Druck. Nach Angaben des RTL/ntv-Trendbarometers von Forsa zeigen sich rund 80 Prozent der Befragten unzufrieden mit seiner Amtsführung. Es ist der schlechteste Wert, den Forsa je für einen Bundeskanzler gemessen hat. Auch innerhalb der eigenen Anhängerschaft überwiegt demnach mittlerweile die Kritik an seiner Arbeit.
Eine Sonntagsfrage von INSA im Auftrag von „Bild am Sonntag“ vom 25. April 2026 sieht die AfD bundesweit bei 28 Prozent, während CDU/CSU auf 24 Prozent kommen. Die SPD liegt demnach bei 14 Prozent, die Grünen bei 12 Prozent, die Linke bei 11 Prozent, BSW und FDP jeweils bei 3 Prozent. Der FDP-Politiker Wolfgang Kubicki äußerte sich kritisch über Merz und erklärte, die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel habe ihn nie für kompetent gehalten.
Kanzler weist SPD-Vorwürfe zurück
Merz warf der SPD zugleich eine Blockadehaltung in der Regierungsarbeit vor und erklärte, ihm reiche nicht, was bislang erreicht worden sei. Bei einem Auftritt auf dem 41. Bundestag der CDA in Hamburg wandte sich Merz gegen die AfD und erklärte, die Partei habe „nichts, aber auch gar nichts Besseres anzubieten“. Die AfD wolle ein anderes Land, ein Deutschland ohne Europa und eine gespaltene Gesellschaft. Er bekräftigte, dass die CDU der AfD niemals die Verantwortung für Deutschland anvertrauen werde. In einem separaten Interview schloss Merz zudem eine Koalition seiner Partei mit der AfD erneut aus.
Ukraine-Politik im Fokus
Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Berlin äußerte sich Merz zur EU-Annäherung der Ukraine. Ein sofortiger EU-Beitritt sei nicht möglich, jedoch solle ein Heranführungsprozess mit dem Ziel der vollen Mitgliedschaft beginnen. Merz schlug unter anderem eine engere Einbindung der Ukraine in europäische Institutionen vor, etwa durch eine Teilnahme an Räten, dem Europäischen Parlament oder der Kommission ohne Stimmrecht, sowie eine schrittweise Eingliederung in einzelne Politikbereiche je nach Fortschritt der Reformen. Ziel sei eine Beschleunigung der Beitrittsverhandlungen als Brücke zu einer späteren Vollmitgliedschaft.
Daneben wurde auf verschiedene wirtschaftliche Entwicklungen verwiesen, darunter Stellenabbau bei mehreren Unternehmen, ein Prämienstopp bei Porsche sowie eine mehrjährige staatliche Förderung der Organisation „SJD Die Falken“ in Höhe von 13 Millionen Euro seit 2016.
Originalbeitrag von Tim Kellner


