
Das Bundesinnenministerium hat neue Zahlen zur Kriminalitätsbelastung ausländischer Tatverdächtiger vorgelegt. Laut Polizeilicher Kriminalstatistik lag der Anteil ausländischer Tatverdächtiger im Jahr 2025 bei Gewaltdelikten bei 43,1 Prozent, bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung unter Gewaltanwendung bei 39,6 Prozent und insgesamt bei 35,4 Prozent. Der für die Kriminalstatistik zuständige Parlamentarische Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Christoph de Vries (CDU), äußerte sich dazu gegenüber der Zeitung Bild.
De Vries erklärte, die Zahlen zeigten eine deutliche Überrepräsentation ausländischer Tatverdächtiger bei Gewaltstraftaten und schweren Sexualdelikten. Besonders hoch sei die Kriminalitätsbelastung bei Personen aus Syrien, Afghanistan, dem Irak und Marokko – Gruppen, die vor allem in den vergangenen zehn Jahren nach Deutschland eingewandert seien. Nach der sogenannten Tatverdächtigenbelastungszahl (TVBZ), die die Zahl der Tatverdächtigen pro 100.000 Einwohner der jeweiligen Staatsangehörigkeit abbildet, liege der Wert bei syrischen Staatsangehörigen im Bereich der Gewaltkriminalität knapp elfmal so hoch wie bei deutschen Staatsbürgern. Bei schweren Sexualstraftaten weise die Gruppe der afghanischen Staatsangehörigen mit einem etwa 14-fach höheren Wert die höchste Belastungszahl auf.
Einordnung durch das Ministerium
De Vries betonte zugleich, die meisten Zuwanderergruppen – insbesondere aus der Europäischen Union, Südamerika und weiten Teilen Asiens – lebten rechtschaffen und friedfertig in Deutschland. Die Asylmigration aus dem arabischen Raum habe das Land im vergangenen Jahrzehnt jedoch unsicherer gemacht, insbesondere für Frauen. Er forderte zudem ein Ende dessen, was er als „ewige Verharmlosung von Ausländerkriminalität durch Grüne und Linke“ bezeichnete.
Im Video wird zudem darauf hingewiesen, dass eingebürgerte Personen sowie Menschen mit mehreren Staatsangehörigkeiten – etwa Doppelstaatler oder Staatenlose – in der Statistik als deutsche Tatverdächtige geführt werden. Dies bedeute, dass die tatsächliche Kriminalitätsbelastung bestimmter Herkunftsgruppen nach dieser Darstellung höher liege als aus den offiziellen Zahlen ersichtlich. Als Beispiel wird angeführt, dass in den vergangenen ein bis zwei Jahren mehr Menschen syrischer Herkunft in Deutschland eingebürgert worden seien, als tatsächlich nach Syrien zurückgekehrt seien.
Der Kommentator kritisiert in diesem Zusammenhang die öffentliche Debatte über Ausländerkriminalität und verweist auf eine frühere Kontroverse um eine Bemerkung von Friedrich Merz zum Thema Zuwanderung und Gewalt, die in Medien und sozialen Netzwerken auf scharfe Kritik gestoßen sei. Zudem wird bemängelt, dass ein Teil der Medien nach eigener Einschätzung nur zurückhaltend über die veröffentlichten Zahlen berichte, während Medien wie Bild und Welt das Thema aufgriffen.
Originalbeitrag von Morgenstern NEWS


