
Ein Sponsor des Podcast-Formats „Ben Ungeskriptet“ hat sich öffentlich zu seiner fortgesetzten Unterstützung des Formats bekannt, nachdem die SPD-Bundesvorsitzende Saskia Esken zuvor öffentlich Kritik an Sponsoren des Podcasts geübt hatte. Hintergrund ist ein mehrstündiges Gespräch, das der Podcast mit dem AfD-Politiker Björn Höcke geführt hatte und das nach eigenen Angaben mittlerweile fast vier Millionen Aufrufe erreicht hat.
Der Werbekunde Jens Rabe erklärte in einem Video, sein Unternehmen unterstütze den Podcast bereits seit mehr als anderthalb Jahren, lange bevor dieser eine größere Reichweite erlangt habe. Er begründete dies mit seinem Eintreten für Meinungsfreiheit und verwies auf seine eigene Biografie: Er sei in der DDR geboren worden, wo abweichende Meinungen verfolgt und unterdrückt worden seien. Aus diesem Grund werde er sich nicht von der Politik vorschreiben lassen, wo Werbung geschaltet werde, sondern dort werben, wo es wirtschaftlich sinnvoll sei und Meinungsfreiheit gelebt werden könne.
Kritik an Boykottaufrufen
Esken hatte laut Darstellung des Kommentators gefordert, dass Unternehmen überdenken sollten, ob sie ein Format wie den Höcke-Podcast weiter unterstützen wollten, und Blacklisting von Sponsoren als legitimes Mittel bezeichnet. Der Kommentator ordnete dies als Versuch ein, über moralischen Druck und wirtschaftliche Einschüchterung Einfluss auf mediale Formate zu nehmen. Diese Strategie sei im vorliegenden Fall jedoch nicht aufgegangen, da der Sponsor sich nicht zurückgezogen, sondern öffentlich Stellung bezogen habe.
Debatte um Meinungsfreiheit
In der Einordnung des Kommentars wird die Reaktion des Sponsors als Beispiel dafür gewertet, dass Versuche der öffentlichen Markierung und Einschüchterung von Unternehmen zunehmend an Wirkung verlören. Die Entscheidung, mit einem Politiker wie Höcke ein längeres Gespräch zu führen, sei unabhängig von der eigenen politischen Bewertung eine Frage des demokratischen Diskurses. Der Kommentator vertritt die Position, dass es zum Wesen einer offenen Gesellschaft gehöre, dass Bürger selbst entscheiden könnten, welche Gespräche sie verfolgen und wie sie diese bewerten.
Abschließend wird angeführt, dass die öffentliche Kritik an dem Podcast dessen Bekanntheit eher gesteigert als geschmälert habe, da die Kontroverse zusätzliche Aufmerksamkeit erzeugt habe.
Video-Beschreibung
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Originalbeitrag von CHRILIKON


