LINKE

Spiegel-Journalistin rutscht die Wahrheit raus: "Collien-Story war auf Hubig-Gesetz abgestimmt!"

Veröffentlicht am 26. März 20262 Min. Lesezeit369 Wörter

Nach Aussagen von Spiegel-Journalistin Juliane Löffler im Podcast von Anne Will wird über den Zeitpunkt einer Recherche zu Collien Fernandes und Christian Ulmen sowie deren Bezug zu einem geplanten Gesetz von Justizministerin Stefanie Hubig diskutiert.

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Die Spiegel-Journalistin Juliane Löffler hat im Podcast von Anne Will Angaben zur Entstehung einer Recherche ihres Magazins über Collien Fernandes und Christian Ulmen gemacht. Nach Darstellung von NIUS habe Löffler eingeräumt, dass die Veröffentlichung zeitlich auf ein geplantes Gesetzesvorhaben von Bundesjustizministerin Stefanie Hubig abgestimmt gewesen sei. Anne Will widersprach dieser Darstellung öffentlich und bezeichnete sie als unzutreffend.

Nach Angaben von NIUS hätten Löffler und ihr Kollege Max Hoppenstedt-Heinrichs im Podcast erklärt, dass nichts inhaltlich mit der Ministerin abgestimmt gewesen sei und man zum Zeitpunkt eines Interviews mit Hubig noch keine Kenntnis von der Recherche gehabt habe. Löffler habe im Gespräch weiter ausgeführt, dass zwei Anlässe für den Veröffentlichungszeitpunkt maßgeblich gewesen seien: eine im Dezember eingegangene Anzeige der Anwälte von Collien Fernandes in Palma de Mallorca, die dort zu Vorermittlungen geführt habe, sowie die Kenntnis, dass Hubig ein digitales Gewaltschutzgesetz plane. Dadurch habe sich aus Sicht der Autoren eine politische Dimension ergeben, die man journalistisch aufgegriffen habe.

Kritik an Ermittlungen in Berlin

Parallel wird in dem Beitrag auf einen Bericht der Zeitung Bild verwiesen, wonach mutmaßliche Täter in einem Fall sexueller Übergriffe in einem Neuköllner Jugendzentrum nicht angezeigt worden seien. Laut einer eidesstattlichen Versicherung von Mitarbeiterinnen einer benachbarten Einrichtung soll als Begründung angeführt worden sein, „muslimische Jungen“ seien bereits ausreichend im Fokus der Polizei. Eine 16-jährige Schülerin sei demnach von einem Jugendlichen vergewaltigt und später von weiteren Personen bedrängt worden, auch ihre jüngere Schwester sei belästigt worden. Die zuständige Jugendstadträtin Sarah Nagel von der Partei Die Linke hatte zuvor erklärt, es habe keinen Versuch gegeben, die Vorwürfe zu vertuschen, und die Herkunft der Tatverdächtigen habe im Umgang mit dem Fall keine Rolle gespielt.

Debatte um Demonstration und Drohungen

Im Zusammenhang mit einer Demonstration in Berlin, bei der es ursprünglich um das Thema Gewalt gegen Frauen ging, wird in dem Beitrag kritisiert, dass sich die Kundgebung nach Darstellung des Sprechers thematisch stark auf die AfD verlagert habe. Collien Fernandes selbst sei bei der Demonstration nicht anwesend gewesen, was Kritik ausgelöst habe. Für eine weitere geplante Demonstration in Hamburg sagte die Moderatorin Dunja Hayali ihre Teilnahme mit Verweis auf Sicherheitsbedenken wegen Morddrohungen ab. Der Sprecher des Videos äußerte dazu, Morddrohungen seien grundsätzlich ernst zu nehmen und juristisch zu verfolgen, zeigte sich zugleich aber skeptisch, ob eine konkrete Gefährdung im geschilderten Fall vorliege.

Originalbeitrag von Aktien mit Kopf

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