LINKE

Roger Beckamp: Antifa will mich aus Wohnung vertreiben

Veröffentlicht am 12. Juni 20251 Min. Lesezeit276 Wörter

AfD-Politiker Roger Beckamp berichtet über Einschüchterungsversuche der Antifa, die ihn aus seiner Wohnung vertreiben wollen. Forderung nach Verbot linksextremer Gewaltstrukturen.

Video

Der AfD-Bundestagsabgeordnete Roger Beckamp berichtet in einem Video über eine Protestaktion von Nachbarn in seinem Wohnviertel in Köln. Anlass war ein anonym verteiltes Schreiben, in dem Anwohner dazu aufriefen, gemeinsam vom Balkon oder aus dem Fenster politische Lieder zu singen, um gegen Beckamp als angeblich „extrem rechten“ Nachbarn zu protestieren. Die Initiatoren beriefen sich dabei auf eine in Dänemark verbreitete Protestform des nachbarschaftlichen Singens.

In dem verteilten Flugblatt wurde Beckamp unter anderem vorgeworfen, Kontakte zu gewaltbereiten Gruppen wie „Blood and Honour“ zu pflegen und an einem Treffen mit sogenannten „Jungstürmern“ in der Schweiz teilgenommen zu haben. Als Liedauswahl für die Protestaktion waren unter anderem die Stücke „Wehrt euch, leistet Widerstand“, „Die Gedanken sind frei“, ein Lied mit dem Titel „AfD-Parteiverbot“ sowie „Bella Ciao“ vorgesehen. Die Aktion fand nach Angaben des Flugblatts am 4. Juni um 19 Uhr erstmals statt.

Kritik an privater Konfrontation

Beckamp äußerte in seinem Video Verständnis dafür, dass Bürger seine politischen Positionen ablehnen und dies öffentlich machen. Als problematisch bezeichnete er jedoch, dass die Aktion in sein privates Wohnumfeld hineinreiche und damit auch seine Familie betreffe. Er kritisierte zudem, dass das Schreiben anonym verfasst worden sei, während gleichzeitig Haltung und Gesicht gezeigt werden solle. Beckamp äußerte die Vermutung, dass eine vergleichbare Aktion gegen Politiker anderer Parteien in den Medien für deutlich mehr Empörung sorgen würde.

Der Abgeordnete wies zudem darauf hin, dass auch andere, weniger öffentlich bekannte Personen von ähnlichen Aktionen betroffen seien, ohne dass dies öffentliche Aufmerksamkeit erhalte. Er erklärte, er habe auch Zuspruch aus der Nachbarschaft sowie über sein eigenes Online-Angebot erhalten. Abschließend bat er um Hinweise zur Identität der anonymen Verfasser des Schreibens, nicht jedoch zu den Personen, die an der Gesangsaktion teilgenommen hätten.

Originalbeitrag von Roger Beckamp

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