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Skandal-Selfie mit Ulrich Siegmund! MDR Reporter fahren ans Gymnasium & F*ck AfD Tafel in Saalfeld

Veröffentlicht am 16. März 20262 Min. Lesezeit347 Wörter

Ein Selfie von AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund mit Schülerinnen eines Gymnasiums in Osterburg sorgt für Diskussionen, nachdem der MDR mit Fragen zur Einwilligung reagierte und ein Kamerateam vor Ort erschien.

Video

Ein von AfD-Spitzenkandidat Ulrich Siegmund veröffentlichtes Selfie mit Schülerinnen einer zehnten Klasse des Markgraf-Albrecht-Gymnasiums Osterburg hat in Sachsen-Anhalt eine öffentliche Debatte ausgelöst. Siegmund hatte das Foto nach einem Besuch der Klasse im Landtag auf sozialen Medien geteilt und sich für „Rückenwind und Zuspruch“ bedankt. Der MDR-Journalist Gunnar Breske stellte daraufhin öffentlich Fragen zur Entstehung des Bildes, unter anderem ob alle abgebildeten Schülerinnen und deren Eltern einer Veröffentlichung zugestimmt hätten und wo die begleitende Lehrkraft gewesen sei.

Siegmund reagierte mit einem Videostatement und erklärte, die Schülerinnen hätten proaktiv um das Foto gebeten, er habe sich vor der Veröffentlichung rückversichert und mit betroffenen Eltern gesprochen. Die Klasse habe im Landtag sowohl mit ihm als auch mit einem CDU-Abgeordneten gesprochen. Siegmund kritisierte zudem, dass Rundfunkbeiträge Journalisten finanzierten, die solche Fragen stellten.

Schulamt lehnt Drehgenehmigung ab

Nach Angaben Siegmunds war am Morgen ein Kamerateam des MDR vor Ort an der Schule, um zu dem Vorfall zu berichten. Das Landesschulamt Sachsen-Anhalt bestätigte auf Anfrage, dass ein MDR-Team vor Ort gewesen sei, eine Drehgenehmigung jedoch nicht erteilt worden sei, weshalb keine Dreharbeiten in der Schule stattgefunden hätten. Der MDR erklärte auf Nachfrage lediglich, ein Reporter sei vor Ort gewesen, da das Thema Berichterstattungsgegenstand in Sachsen-Anhalt sei. Die Schule teilte über Instagram mit, das Foto sei bei einem Landtagsbesuch entstanden und weder im Auftrag der Schule noch der begleitenden Lehrkraft. Man distanziere sich von den mit dem Bild verbundenen politischen Botschaften und stehe für demokratische Wertebildung.

Weiterer Vorfall in Saalfeld

Parallel wurde ein zweiter Fall in Thüringen bekannt. Die Kreissparkasse Saalfeld hatte 10.000 Euro für die Restaurierung eines Flügels an das Heinrich-Böll-Gymnasium in Saalfeld gespendet. Bei der Veröffentlichung eines dazugehörigen Fotos war im Hintergrund eine Tafel mit dem Schriftzug „Fuck AfD“ zu sehen. Nach Angaben der Sparkasse und der Schule handelte es sich dabei um eine nachträglich digital bearbeitete Version des Originalbildes; der Schriftzug sei zum Zeitpunkt der Aufnahme nicht real vorhanden gewesen. Die Bearbeitung soll laut Schulleiter Ralf Schröter von einer Lehrkraft vorgenommen worden sein, ohne dass die Schulleitung dies bei der Weitergabe an die Presse bemerkt habe. Die Sparkasse distanzierte sich von der Manipulation und den damit verbundenen politischen Aussagen.

Originalbeitrag von Boris von Morgenstern

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