LINKE

Simeon Trux bleibt in Haft

Veröffentlicht am 14. August 20252 Min. Lesezeit329 Wörter

Aktuelle Entwicklung im Fall des Linksterroristen Simeon Ravi Trux (alias 'Maja T.'): Das ungarische Gericht entscheidet, dass er weiterhin in Untersuchungshaft bleibt. Hintergründe zur 'Hammerbande'.

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Ein Budapester Gericht hat in zweiter Instanz die weitere Untersuchungshaft gegen Simeon Ravi Trux bestätigt. Das ungarische Nachrichtenportal „Mandiner“ berichtete unter Berufung auf den Verteidiger des deutschen Angeklagten, Tamás Bajáky, dass ein Antrag auf Haftentlassung erneut abgelehnt wurde. Trux gilt als vierter Angeklagter im Verfahren um gewaltsame Übergriffe auf mutmaßliche Neonazis in Budapest im Jahr 2023, die international unter dem Namen „Fall Maja T.“ bekannt wurden.

Der aus Deutschland stammende Angeklagte war im Zusammenhang mit den Vorfällen in Deutschland festgenommen und anschließend an die ungarische Justiz überstellt worden. Er befindet sich seither in Budapest in Untersuchungshaft und muss sich dort vor Gericht verantworten. Im Juni hatte Trux nach eigenen Angaben einen Hungerstreik begonnen, den er nach rund 40 Tagen wieder beendete. In einer Stellungnahme erklärte er, er wolle seine Gesundheit nicht weiter gefährden, da eine Fortsetzung des Protests aus seiner Sicht keinen Sinn mehr ergeben würde, sollte seinen Forderungen ohnehin nicht entsprochen werden.

Politischer Druck aus Berlin

In den vergangenen Wochen hatten mehrere Bundestagsabgeordnete unterschiedlicher Parteien Trux in Ungarn besucht und sich für dessen Rücküberstellung nach Deutschland eingesetzt. Nach Angaben des Bayerischen Rundfunks reisten Sebastian Roloff (SPD), Luke Hos (Die Linke) und Helge Limburg (Grüne) gemeinsam nach Ungarn, um auf die Haftbedingungen aufmerksam zu machen. Zuvor hatten bereits andere Politiker, darunter Katrin Göring-Eckardt, den Angeklagten besucht. Die ungarischen Behörden ließen sich von den Interventionen bislang nicht umstimmen und hielten an der Untersuchungshaft fest.

Auch der Vater des Angeklagten, Wolfram Jarosch, hat wiederholt öffentlich für eine Freilassung seines Sohnes geworben. Er organisierte Demonstrationen, übergab dem Auswärtigen Amt eine Petition mit mehr als 100.000 Unterschriften und unternahm einen mehrtägigen Fußmarsch von Dresden nach Budapest, wo er am 2. August eintraf. Laut einem Bericht der Deutschen Welle wandte sich Jarosch zudem schriftlich an den ungarischen Präsidenten Tamás Sulyok mit der Bitte um eine Überstellung seines Sohnes nach Deutschland. Sulyok erklärte demnach, in dieser Angelegenheit keine Befugnisse zu haben. Das Auswärtige Amt teilte trotz Gesprächen mit ungarischen Stellen mit, keine positive Entwicklung in Aussicht stellen zu können.

Originalbeitrag von UnzensiertTV

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