
Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz hat bei seinem Antrittsbesuch im Weißen Haus bei US-Präsident Donald Trump offenbar versucht, eine Teilnahme des NIUS-Chefs Julian Reichelt an dem Termin zu verhindern. Das berichtete Reichelt selbst in seinem Format „Achtung, Reichelt!“ und stützte sich dabei unter anderem auf einen Beitrag des Journalisten Robin Alexander.
Reichelt erhielt nach eigenen Angaben keine Akkreditierung über die deutsche Delegation, sondern Zugang zum Oval Office direkt über die amerikanische Seite. Zuvor hatte laut Reichelt bereits der Journalist Bastian Brauns von t-online in einem Beitrag spekuliert, dass Reichelt beim Treffen eine Frage zur Pressefreiheit in Deutschland stellen könnte, obwohl er nicht Teil der offiziellen Kanzler-Pressedelegation sei. Auch der Deutschlandfunk berichtete am 6. Juni 2025 über die Einladung Reichelts durch das Weiße Haus und bezeichnete ihn als „rechtskonservativen YouTuber und Blogger“.
Bericht von Robin Alexander
Der Journalist Robin Alexander schrieb auf der Plattform X, das Team von Friedrich Merz sei im Vorfeld besorgt gewesen, dass Blogger oder YouTuber aus dem Umfeld der MAGA-Bewegung mit ihren Fragen einen öffentlichen Streit zwischen Trump und Merz über die AfD provozieren könnten. Alexander bestätigte zudem, dass Reichelt nicht über die deutsche Begleitpresse, sondern über amerikanische Stellen Zutritt zum Oval Office erhalten habe. Reichelt erklärte, er habe im Verlauf des Termins zu einer Frage angesetzt, in der das Wort „Freedom“ vorkam, sei dabei jedoch übertönt worden.
Verlauf des Treffens
Nach Darstellung Reichelts verlief der Termin zwischen Merz und Trump im Oval Office letztlich ohne größere Zwischenfälle oder Kontroversen. Beide hätten sich betont freundlich gegeben; Trump ging unter anderem auf familiäre Wurzeln in Deutschland ein. Merz habe sich nach Einschätzung Reichelts insgesamt zurückhaltend, aber angemessen präsentiert.
In seinem Beitrag verwies Reichelt zudem auf frühere Aussagen Merz’ über Trump, in denen dieser nach dem Sturm auf das Kapitol von einer „ernstzunehmenden großen Gefahr für die Demokratie“ gesprochen und vor unzureichender Vorbereitung Deutschlands auf eine mögliche Präsidentschaft Trumps gewarnt hatte. Merz hatte in diesem Zusammenhang auch Kritik an Eingriffen des Unternehmers Elon Musk in den deutschen Wahlkampf geäußert und diese mit Einflussnahmen aus Moskau verglichen.
Originalbeitrag von Achtung, Reichelt!


