
Bei einer Demonstration in Gießen ist es nach Angaben des Mediums Tichys Einblick zu Ausschreitungen und Übergriffen auf ein Kamerateam des Portals gekommen. Nach eigener Darstellung sicherten rund 5000 Polizisten die Versammlung ab, während es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen kam. Tichys Einblick berichtet, ein Mann sei mehrfach mit körperlicher Gewalt gegen einen Kameramann des Teams vorgegangen; die Redaktion identifizierte die Person als einen Gießener Autohändler und kündigte eine Strafanzeige an.
Dem Bericht zufolge sei über ein Mikrofon bei der Kundgebung dazu aufgerufen worden, das Kamerateam zu verfolgen. Verantwortlich dafür sei der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) gewesen. Eine Sprecherin des DGB in Thüringen und Hessen habe auf Nachfrage nicht zu dem Vorfall Stellung genommen, so die Darstellung von Tichys Einblick. Neben dem DGB seien nach dieser Schilderung auch Vertreter von Verdi und der IG Metall an der Demonstration beteiligt gewesen. Tichys Einblick wirft den Organisationen vor, Gewalt gegen Journalisten zumindest in Kauf genommen zu haben.
Kritik an Kirchen und Kommunalpolitik
Der Bericht kritisiert zudem die Beteiligung kirchlicher und kommunaler Vertreter an der Veranstaltung. Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf sowie Vertreter der evangelischen Kirche hätten die Versammlung als „Fest der Demokratie“ gewürdigt, obwohl im Vorfeld Warnungen vor möglichen Ausschreitungen bekannt gewesen seien. Auch der Gießener Oberbürgermeister und das Stadtparlament hätten die Demonstration unterstützt. Ein Grünen-Politiker, der laut Bericht für öffentliche Sicherheit zuständig ist, habe nach eigener Aussage als Privatperson an der Organisation mitgewirkt.
Tichys Einblick verweist zudem auf frühere Vorfälle in Gießen, bei denen es im Zusammenhang mit einer als terroristisch eingestuften linksextremen Gruppierung zu Gewalt gegen ein Volksfest gekommen sei; die entsprechenden Gerichtsverfahren dauerten an. In dem Bericht wird zudem behauptet, dass einzelne Bundespolitiker der SPD und CDU Sympathien für die Antifa geäußert hätten, ohne dass dies näher belegt wird.
Polizeieinsatz und Sicherheitslage
Nach Angaben von Tichys Einblick habe die Polizei ein Umspannwerk gesichert, da die Stromversorgung der Region gefährdet gewesen sei. Zufahrtsstraßen zur Stadt seien blockiert gewesen, teils durch angemietete Fahrzeuge. Das Medium äußert Zweifel am Sicherheitskonzept des hessischen Innenministeriums und wirft der Polizei vor, das Vermummungsverbot nicht konsequent durchgesetzt zu haben.
Abschließend fordert der Bericht eine stärkere gesellschaftliche und politische Abgrenzung von linksextremen Gruppierungen und kritisiert Gewerkschaften, Kirchen und Teile der Politik für ihre Nähe zu der Demonstration.
Video-Beschreibung
In dieser Ausgabe von „Lage der Nation“ berichtet Roland Tichy über die dramatischen Ereignisse rund um eine Demonstration in Gießen, die unter dem Vorzeichen von Demokratie und Vielfalt stand – und dennoch Gewalt und Hetze mit sich brachte. Das war so geplant. Linksextremisten mischen sich unter die Menschenmenge; eine Menschenmenge, die sie schützt und bei Angriffen anfeuert. Besonders im Fokus: die Rolle des DGB. Der hatte erklärt: Man solle das TE-Kamerateam melden, der DGB werde „das klären“. Das Ergebnis waren Tritte, Schläge und ein Mob, der die Journalisten massiv angriff.
Korrekturhinweis: In einer älteren Fassung wurde der NABU als aufrufende Organisation benannt. Der NABU hat dazu nicht aufgerufen. Wir bedauern die Verwechslung mit den "Naturfreunden Hessens“.
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Originalbeitrag von Tichys Einblick


