LINKE

„Linksextremismus ist die größte Gefahr“ – Manuel Ostermann im Gespräch

Veröffentlicht am 21. März 20262 Min. Lesezeit402 Wörter

Manuel Ostermann, stellvertretender Vorsitzender der Bundespolizeigewerkschaft, berichtet im Gespräch mit Apollo News über Bedrohungen und ein gegen ihn erstelltes Bewegungsprofil aus der linksextremen Szene und kritisiert mangelnde politische Aufmerksamkeit für das Thema.

Video

Der stellvertretende Vorsitzende der Bundespolizeigewerkschaft, Manuel Ostermann, hat in einem Gespräch mit Apollo-News-Chefredakteur Max Mannhart über gezielte Bedrohungen aus der linksextremen Szene gegen ihn berichtet. Nach eigenen Angaben begann die Entwicklung mit fragwürdigen Nachrichten in sozialen Medien und gipfelte in einem nach seiner Einschätzung eindeutig linksextremistisch einzuordnenden Aufruf, ihn anzugreifen, verbunden mit einem Bekennerschreiben gegen die Polizei insgesamt.

Ostermann zufolge sei im Rahmen dieser Kampagne ein Bewegungsprofil von ihm erstellt worden, das Angaben zu seinem Fahrzeug und häufig aufgesuchten Orten enthalten habe. Auf einer im Zusammenhang mit dem Aufruf verbreiteten Karte seien neuralgische Punkte markiert gewesen, die teilweise mit seinem tatsächlichen Aufenthaltsverhalten übereingestimmt hätten. Auch Adressen und Kennzeichen seien den Angaben zufolge in einem geschlossenen Kreis auf einer Online-Plattform kursiert. Die Ermittlungen dazu laufen nach seinen Worten; er habe Vertrauen in die zuständigen Behörden.

Öffentlichkeit als Reaktion

Ostermann erklärte, er habe sich bewusst entschieden, mit dem Vorgang an die Öffentlichkeit zu gehen, um nicht nur über, sondern mit ihm über das Thema zu sprechen. Er sehe darin auch eine Verantwortung gegenüber anderen Betroffenen. Sein Leben habe sich dadurch in Teilen verändert – so meide er in Berlin mittlerweile öffentliche Verkehrsmittel weitgehend. Insgesamt wolle er den Urhebern der Drohungen jedoch nicht die Macht geben, seine Entscheidungen zu bestimmen; er verwies dabei auf Unterstützung durch seine Gewerkschaft und seine Familie.

Vorwurf an die Politik

Als Beispiel nannte Ostermann einen Vorfall in Erlangen, bei dem im Rahmen einer Veranstaltung mit dem bayerischen Innenminister ein Fadenkreuz auf ein Plakat mit seinem Gesicht gemalt worden sei. Dies bezeichnete er als öffentlichen Aufruf zu einem Mord, der nicht bagatellisiert werden dürfe. Er kritisierte, dass eine vergleichbare Tat aus dem rechtsextremen Spektrum in Medien und Politik deutlich mehr Empörung auslösen würde. Nach seiner Einschätzung gehe die größte Bedrohung für die freiheitlich-demokratische Grundordnung derzeit vom Linksextremismus aus, da dieser gut finanziert, organisiert und in Teilen politisch nicht ausreichend ernst genommen werde. Er unterschied dabei zwischen Gefahren für Leib und Leben, die er vor allem im islamistischen Bereich verortete, und einer strukturellen Gefahr für die demokratische Ordnung durch linksextreme Gruppierungen.

Ostermann lobte zugleich die Arbeit der Sicherheitsbehörden und äußerte die Erwartung, dass die Politik das Ausmaß des Problems stärker anerkennen müsse.

Video-Beschreibung

Im Apollo News-Gespräch berichtet Manuel Ostermann über die Bedrohung durch Linksextremisten, wie sich sein Alltag dadurch verändert hat und über das strukturelle Versagen der Politik, die Gefahr durch Linksradikalismus anzugehen.

„Deutschland ist nicht mehr sicher“, das neue Buch von Manuel Ostermann – jetzt hier erhältlich: https://www.amazon.de/Deutschland-ist-nicht-mehr-sicher/dp/369066036X/ *

Originalbeitrag von Apollo News

TeilenXWhatsAppFacebookLinkedIn

Ähnliche Artikel