
Bei linksextremen Protesten gegen einen AfD-Parteitag in Erfurt sind am 4. Juli drei Reporter des Online-Mediums Apollo News von einer Gruppe von Demonstranten angegriffen und verfolgt worden. Nachdem es Gegendemonstranten nicht gelungen war, den Parteitag zu blockieren, gerieten die Journalisten ins Visier eines Teils der Versammlung, wie aus Videoaufnahmen der Vorfälle hervorgeht.
Den Aufnahmen zufolge versammelten sich am Morgen des 4. Juli rund 100 Demonstranten des Bündnisses Widersetzen an der Ecke Gothaer Straße/Straße des Friedens in Erfurt. Als die dort filmenden Apollo-News-Reporter von den Demonstranten bemerkt wurden, sei eine feindselige Stimmung entstanden, begleitet von Rufen wie „Weg mit euch“. Die Reporter versuchten daraufhin, sich vom Ort zu entfernen, wurden den Aufnahmen zufolge jedoch von einer Gruppe von Demonstranten verfolgt und dabei zunehmend angegriffen. Ein Reporter, Jonas Aston, sei geschubst, zu Boden gebracht und getreten worden, während ein Teil der Umstehenden versucht habe, zu deeskalieren.
Verfolgung durch Erfurt
Nach dieser ersten Auseinandersetzung habe sich der Reporter kurzzeitig entfernen können, sei jedoch auf einen weiteren, dem sogenannten Schwarzen Block der Antifa zugeordneten Personenkreis getroffen. Dort habe sich die Situation den Aufnahmen zufolge weiter zugespitzt: Ein vermummter Demonstrant habe eine Flasche vom Boden aufgenommen und sie nach dem Reporter geworfen, ihn damit am Kopf getroffen und ihn außerdem geschlagen. Andere Demonstranten hätten ebenfalls auf den am Boden liegenden Reporter eingetreten. Die Journalisten hätten dem Mob demnach nur durch Flucht entkommen können; die Polizei habe die Gruppe schließlich zurückgedrängt.
Widersprüchliche Darstellungen
Das Aktionsbündnis Widersetzen, das die Proteste organisiert hatte, äußerte sich nach den Vorfällen öffentlich und sprach laut einer zitierten Erklärung von „rechten Provokateuren“, die bewusst die Eskalation gesucht hätten, sowie von einem gezielten Provokationsversuch durch Apollo News. Ein Sprecher des Bündnisses wird mit der Äußerung zitiert, Personen mit Presseausweis könnten dennoch als politische Gegner betrachtet werden und seien bei den Aktionen „nicht willkommen“. Apollo News weist diese Darstellung zurück und wertet die veröffentlichten Videoaufnahmen als Beleg dafür, dass die Reporter selbst keine Provokation begangen, sondern lediglich die Versammlung gefilmt hätten, bevor sie angegriffen wurden.
Die Ermittlungen zu den Vorfällen sind nach derzeitigem Stand nicht abgeschlossen; Angaben zur Zahl möglicher Tatverdächtiger oder zum Ermittlungsstand liegen aus dem Material nicht vor.
Video-Beschreibung
Erfurt, 4. Juli: Was als Protest gegen den AfD-Parteitag begann, endete in einer brutalen Hetzjagd auf Journalisten. Weil es der linksextremen Szene nicht gelang, den Parteitag zu blockieren, suchte sich der schwarze Block ein neues Ziel – drei Reporter von Apollo News, die die Proteste filmten.
Besonders perfide: Statt sich von der Gewalt zu distanzieren, dreht das Bündnis „Widersetzen“ den Spieß um und macht die Apollo-Reporter selbst für die Eskalation verantwortlich. Man habe lediglich auf „rechte Provokateure“ reagiert.
NIUS hat das Video- und Bildmaterial der Hetzjagd Sekunde für Sekunde rekonstruiert und zeigt, wie die Attacke tatsächlich ablief.
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Originalbeitrag von NIUS


