
Bei einer Kundgebung im Zusammenhang mit der Gründung einer Jugendorganisation der AfD in Gießen ist es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Gegendemonstranten und Polizei gekommen. Nach Angaben des Videomaterials wurde auf ein Fahrzeug mit AfD-Anhängern ein Stein geworfen, der eine Fensterscheibe beschädigte. Eine Person hätte nach dieser Darstellung durch den Steinwurf verletzt werden können.
An der Kundgebung nahmen nach Videobeobachtung zahlreiche Gegendemonstranten teil, die sich bereits am frühen Morgen am Bahnhof in Gießen versammelt hatten. Im Verlauf des Einsatzes setzte die Polizei Pfefferspray und Wasserwerfer gegen Teile der Gegendemonstration ein. Mehrere im Video gezeigte Demonstranten berichteten, sie seien ohne vorherige Vorwarnung aus kurzer Distanz mit Pfefferspray besprüht und teils geschlagen worden. Eine Betroffene schilderte, Menschen seien zu Boden gegangen, sie habe Hilferufe gehört. Aus Sicht der Demonstranten habe die Polizei sich in dem Einsatz gegen die Gegenprotestierenden gestellt.
Streit um Pressefreiheit
Im Video ist zudem zu sehen, wie ein Reporter von Demonstrierenden aufgefordert wird, den Ort zu verlassen, verbunden mit Beleidigungen. Auf die Frage nach der Haltung zur Pressefreiheit und zu Gewalt gegen Journalisten erhielt der Reporter nach eigener Darstellung keine inhaltliche Antwort, sondern weitere Beleidigungen. Auch zu dem zuvor gezeigten Steinwurf auf das Fahrzeug äußerten sich die angesprochenen Personen laut Video nicht.
Die Vorfälle ereigneten sich im Rahmen von Protesten gegen die Gründung einer AfD-nahen Jugendorganisation in Gießen. Eine unabhängige Bestätigung der im Video geschilderten Abläufe durch Polizei oder weitere Quellen liegt auf Basis des vorliegenden Materials nicht vor.
Originalbeitrag von Deutschland Kurier


