LINKE

Erfurt: Ihr Hass kennt keine Grenzen mehr

Veröffentlicht am 6. Juli 20262 Min. Lesezeit450 Wörter

Völlig verstrahlt berichten Katrin Göring-Eckardt, Luisa Neubauer und Co. von Erfurt als „friedliches Wochenende der Liebe“ – als hätte es die Angriffe auf Journalisten von Apollo News nicht gegeben. Doch Verblendung schützt nicht vor Verantwortung, kommentiert Larissa Fußer.

Video

Anlässlich eines AfD-Parteitags in Erfurt ist es am Rande von Gegenprotesten zu gewalttätigen Ausschreitungen gegen Journalisten gekommen. Nach Angaben von Apollo News wurden zwei Mitarbeiter des Portals, Jonas Aston und Marius Marx, von einer Gruppe aus dem linksradikalen Spektrum verfolgt und angegriffen. Aston sei dabei so massiv gegen den Kopf getreten worden, dass er zur Abklärung eines möglichen Schädel-Hirn-Traumas ins Krankenhaus gebracht werden musste. Videoaufnahmen der Vorfälle waren nach Angaben von Apollo News in zahlreichen Medien zu sehen, unter anderem bei Bild.de und Blick.

Die Grünen-Politikerin Katrin Göring-Eckardt veröffentlichte am Tag nach den Vorfällen ein Video, in dem sie von einem ruhigen und friedlichen Wochenende in Erfurt sprach und die mediale Berichterstattung über angebliche Gewalt kritisierte. Sie warf einem Teil der Presse vor, ein verzerrtes Bild zu zeichnen, und erklärte, es sei wichtiger, wo Menschen zusammenkämen, als wo sie sich trennten. Dabei zitierte sie den DDR-Liedermacher Wolf Biermann. Apollo News wirft Göring-Eckardt vor, die dokumentierten Angriffe auf die eigenen Journalisten zu ignorieren, obwohl in dem von ihr selbst verlinkten Blick-Artikel explizit von Gewalt gegen die Reporter die Rede sei.

Kritik an Grünen-Politikerinnen

Auch weitere Vertreterinnen der Grünen äußerten sich nach den Protesten in Erfurt. Ricarda Lang veröffentlichte Fotos von der Gegendemonstration und sprach von Solidarität und Miteinander. Die Klimaaktivistin Luisa Neubauer ließ sich mit dem Slogan „Sie haben Hass, wir haben Haltung“ ablichten und erklärte, die Liebe der Demonstrierenden sei lauter gewesen als die Hetze der vermeintlich Rechten. Apollo News wirft ihr vor, die Gewalt gegen die eigenen Kollegen, die sich nach eigenen Angaben nur wenige Meter von ihr entfernt ereignet habe, nicht wahrgenommen oder nicht thematisiert zu haben.

Bündnis weist Distanzierung zurück

Bei einer Pressekonferenz des Bündnisses „Widersetzen“ am Sonntag in Erfurt wurde nach Darstellung von Apollo News eine Frage zu den Angriffen auf Journalisten zunächst mit dem Hinweis abgewiesen, man nehme keine Fragen von Apollo News entgegen. Auf erneute Nachfrage habe ein Sprecher erklärt, man sei nach Erfurt gekommen, um „Faschisten“ zu blockieren, und Journalisten mit Presseausweis seien „immer noch Faschisten“ und auf den Aktionen nicht willkommen. Aus dem Umfeld der Kundgebung fielen laut Apollo News zudem Aussagen, wonach es „ein Nazi weniger“ gebe, wenn Rechten „die Köpfe eingetreten“ würden, und dass Menschenwürde von den Aktivisten selbst zugesprochen oder aberkannt werde.

Apollo News kritisiert, dass prominente Vertreterinnen der Grünen sich nicht ausdrücklich von diesen Äußerungen und der Gewalt gegen Journalisten distanziert hätten. Wer Gewalt gegen Andersdenkende relativiere oder ignoriere und zugleich für sich in Anspruch nehme, Demokratie und Pressefreiheit zu verteidigen, handle nach Ansicht des Portals widersprüchlich.

Video-Beschreibung

Völlig verstrahlt berichten Katrin Göring-Eckardt, Luisa Neubauer und Co. von Erfurt als „friedliches Wochenende der Liebe“ – als hätte es die Angriffe auf Journalisten von Apollo News nicht gegeben. Doch Verblendung schützt nicht vor Verantwortung, kommentiert Larissa Fußer.

Originalbeitrag von Apollo News

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