LINKE

Handy im Bus? Die Rentner sind schuld! Kein Migranten-Problem

Veröffentlicht am 23. April 20261 Min. Lesezeit293 Wörter

Ein ntv-Video über laute Fahrgäste im Nahverkehr sorgt für Debatten über die Frage, wer für Lärmbelästigung verantwortlich ist. In einem Reaktionsvideo wird diese Zuschreibung diskutiert und mit einem Gewaltvorfall in Leipzig sowie Forderungen nach Abschiebungen verknüpft.

Video

Ein Video des Senders ntv über störendes Verhalten von Fahrgästen in Bussen und Bahnen hat auf Social Media eine Debatte über die Frage ausgelöst, welche Bevölkerungsgruppen für Lärmbelästigung im öffentlichen Nahverkehr verantwortlich seien. Ausgangspunkt war ein Instagram-Beitrag von ntv, in dem Situationen wie laute Telefonate oder das Abspielen von Videos ohne Kopfhörer thematisiert wurden. In den Kommentaren unter dem Beitrag äußerten zahlreiche Nutzer die Ansicht, dass es sich bei den Verursachern überwiegend um Menschen mit Migrationshintergrund handle, da die Gespräche häufig nicht auf Deutsch geführt würden.

In einem Reaktionsvideo wird diese Wahrnehmung diskutiert und in Frage gestellt. Dabei wird argumentiert, dass insbesondere ältere Männer häufig mit Lautsprecher telefonierten, während jüngere Menschen eher durch laut abgespielte Sprachnachrichten oder Videos auffielen. Die Deutsche Bahn und andere Verkehrsbetriebe reagieren nach eigenen Angaben inzwischen mit Durchsagen und Kampagnen, die zu mehr Rücksichtnahme aufrufen, etwa mit der Bitte, Lautsprecher auszuschalten oder Kopfhörer zu verwenden. Kritisiert wird in dem Video, dass diese Kampagnen häufig junge Frauen als Beispiel für rücksichtsloses Verhalten zeigten, obwohl diese Gruppe nach Einschätzung des Sprechers nicht hauptsächlich für die Probleme verantwortlich sei.

Verweis auf Gewalttat in Leipzig

Im Video wird zudem ein Vorfall in Leipzig angeführt, bei dem ein Busfahrer, der um Ruhe gebeten hatte, von einem 13-Jährigen ins Koma geprügelt worden sein soll. Der Täter wird als irakischer Intensivtäter bezeichnet. Der Fall wird als Beleg dafür angeführt, dass das Ansprechen störender Fahrgäste mit Risiken verbunden sein könne.

Im weiteren Verlauf des Videos werden pauschale Forderungen nach Abschiebungen von Menschen erhoben, die nach Ansicht des Sprechers gegen gesellschaftliche Normen verstoßen, etwa durch Vermüllen öffentlicher Räume oder respektloses Verhalten. Es wird zudem der Begriff der „Remigration" als vermeintliche Lösung des Problems genannt. Die Ausführungen enthalten zugleich generalisierende Aussagen über Migranten als Gruppe, die für Lärmbelästigung im öffentlichen Nahverkehr verantwortlich gemacht wird.

Originalbeitrag von Morgenstern NEWS

TeilenXWhatsAppFacebookLinkedIn

Ähnliche Artikel

Was nur mit den Schülern los?

Was nur mit den Schülern los?

Ein Kommentarvideo des Kanals Clownswelt kritisiert einen Monitor-Beitrag von Georg Restle über den Zuspruch junger Menschen zur AfD in Ostdeutschland und wirft dem WDR-Format unbelegte Extremismusvorwürfe vor.

19. März 20262 Min. Lesezeit