Satiriker Dieter Nuhr hat sich in seiner aktuellen Sendung kritisch mit der medialen Berichterstattung über eine jüngste Bundestagsabstimmung auseinandergesetzt. Er beobachtet eine "Wahlkampfhysterie", in der seiner Ansicht nach vieles aus dem Ruder läuft und die Reaktionen in den Medien apokalyptische Züge annehmen.
Nuhr vergleicht die Berichterstattung großer deutscher Medien wie Süddeutsche Zeitung, Spiegel und taz mit religiösen Weltuntergangsszenarien. Mit ironischem Verweis auf die Offenbarung des Johannes und biblische Metaphern wie dem "Tier mit zehn Hörnern und sieben Köpfen" kritisiert er die dramatische Tonlage, mit der über die politischen Entwicklungen berichtet wird. Dabei spielt er auf Politiker Friedrich Merz an, der offenbar im Zentrum der Kritik steht.
Der Kabarettist stellt die Frage nach der Verantwortung für die entstandene politische Situation. Seine satirische Analyse führt ihn zu dem Schluss, dass letztendlich die Wähler selbst für die Mehrheitsverhältnisse im Bundestag verantwortlich seien. Diese hätten "einfach gewählt, was sie wollten" und dabei eine Mehrheit geschaffen, die zwar demokratisch legitimiert sei, aber nicht den Erwartungen der medialen Berichterstattung entspreche.
Nuhr kritisiert die paradoxe Situation, dass eine demokratisch entstandene Mehrheit als Gefahr für die Demokratie dargestellt wird. Er wirft die provokante Frage auf, ob freie Wahlen die Demokratie gefährden könnten, wenn die Ergebnisse nicht den gewünschten Vorstellungen entsprechen. Damit hinterfragt er die Bewertung demokratischer Prozesse, wenn deren Ergebnisse als unerwünscht empfunden werden.
Originalbeitrag von txz1199


