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Dieter Bohlen kritisiert Robert Habeck

Veröffentlicht am 3. April 20252 Min. Lesezeit371 Wörter

Dieter Bohlen äußert scharfe Kritik am Grünen-Kanzlerkandidaten Robert Habeck. Diskussion über die Grenzen der Meinungsfreiheit und öffentliche Kritik an Politikern.

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Der Musikproduzent Dieter Bohlen hat sich in einem Gespräch mit Maximilian Wolf kritisch über den früheren Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck geäußert. Anlass war dessen mögliche Kanzlerkandidatur. Bohlen bezeichnete es als „bescheuert“, dass Habeck nach einem aus seiner Sicht gescheiterten Wirtschaftsprogramm erneut ein hohes Regierungsamt anstrebe. Er verwies auf ein Wirtschaftswachstum von minus 0,3 Prozent im vergangenen Jahr und darauf, dass Deutschland derzeit im europäischen Vergleich den letzten Platz belege.

Bohlen sagte, er habe persönlich nichts gegen Habeck einzuwenden und halte ihn für einen „lieben Kerl“, der etwa in einem Familien- oder Bildungsministerium eine passende Aufgabe finden könnte. Für den Bereich Wirtschaft halte er ihn jedoch für ungeeignet, da ihm dafür die notwendige Fachkenntnis fehle. Aus eigenen Gesprächen mit Beteiligten habe er den Eindruck gewonnen, dass Habeck etwa mit Begriffen wie ETF oder mit dem Thema Insolvenz zunächst wenig vertraut gewesen sei.

Telefonat mit Friedrich Merz

Im Gespräch berichtete Bohlen zudem von einem rund 90-minütigen Telefonat mit dem heutigen Bundeskanzler Friedrich Merz, das öffentlich zunächst als reines Gespräch über Musik dargestellt worden sei. Tatsächlich sei in dem Telefonat auch über Themen wie die Ukraine und Steuern gesprochen worden. Merz habe ihm später erklärt, das Thema Musik in der Öffentlichkeit genannt zu haben, um Bohlen nicht zu sehr in politische Angelegenheiten hineinzuziehen. Bohlen sagte, er sei über diese Darstellung etwas enttäuscht gewesen. Zustande gekommen sei der Kontakt nach eigenen Angaben über ein Interview mit der Bild-Zeitung, in dem er gefragt worden sei, ob er sich vorstellen könne, Politiker zu beraten.

Kritik an fehlender Fachkompetenz

Grundsätzlich äußerte Bohlen Kritik an der wirtschaftlichen Kompetenz vieler Politiker. Diese hätten in der Schule zu wenig über Wirtschaft und den Umgang mit Geld gelernt. Als positives Beispiel nannte er die Besetzungspraxis von US-Präsident Donald Trump, der für wirtschaftliche Schlüsselpositionen gezielt Fachleute mit einschlägiger Erfahrung ausgewählt habe, etwa im Bereich Anleihen. Dieses Prinzip – Personen mit tatsächlicher Fachkenntnis auf entsprechende Posten zu setzen – solle nach Ansicht Bohlens auch in der Politik allgemein gelten.

Zu Elon Musk äußerte sich Bohlen ambivalent. Dieser polarisiere zwar und habe zum Teil ungewöhnliche Aussagen getroffen, doch müsse man sich die Einschätzungen des nach eigener Aussage reichsten Mannes der Welt anhören. Gleichzeitig deutete Bohlen an, dass eine zu enge Verbindung zwischen Persönlichkeiten wie Mark Zuckerberg, Musk und Trump langfristig auch riskant werden könnte.

Originalbeitrag von Kriesen Report

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