Boris Reitschuster kritisiert in einer aktuellen Stellungnahme die bevorstehenden Bundestagswahlen als undemokratisch und unfair. Der Journalist bemängelt, dass die Grundvoraussetzungen für demokratische Wahlen - Fairness und Gleichberechtigung aller Parteien - nicht erfüllt seien. Als Beleg führt er die seiner Ansicht nach einseitige Medienberichterstattung an, die sich vor allem gegen die AfD richte, sowie die unterschiedliche Präsenz von Wahlplakaten verschiedener Parteien in Berlin. Während er Plakate von SPD, Grünen und Linken überall gesehen habe, sei ihm nur ein einziges AfD-Plakat aufgefallen.
Reitschuster führt diese Diskrepanz auf die Zerstörung von AfD-Wahlplakaten und Angriffe auf Wahlkampfhelfer zurück. Er spricht von einem "Straßenterror" gegen Oppositionsparteien und kritisiert, dass steuerfinanzierte Organisationen den politischen Wettbewerb verzerren würden. Besonders die öffentlich-rechtlichen Medien seien Teil einer "Propagandaveranstaltung", die faire Wahlchancen verhindere.
Ein weiterer Kritikpunkt ist die Fünf-Prozent-Hürde, die Reitschuster als Verstoß gegen das Prinzip gleicher Stimmgewichtung wertet. Millionen von Stimmen für Parteien, die diese Hürde verfehlen, würden "in den Papierkorb" wandern, während die Stimmen für erfolgreiche Parteien entsprechend mehr Gewicht erhielten. Dies mache die Regierungsbildung zu einem "Lotteriespiel" und stelle einen Monopolschutz für etablierte Parteien dar.
Besonders scharf kritisiert Reitschuster die von Angela Merkel etablierte "Brandmauer" gegen die AfD. Obwohl bei den Wahlen voraussichtlich wieder eine "bürgerliche, nicht-linke Mehrheit" entstehe, würde durch die Ausgrenzung der AfD faktisch eine rot-grüne Politik fortgesetzt - auch unter einem möglichen Kanzler Friedrich Merz. Reitschuster prognostiziert eine Fortsetzung des "Ökosozialismus" und sieht erst nach einem gesellschaftlichen Kollaps Hoffnung auf Veränderung. Trotz seiner Kritik ruft er dazu auf, wählen zu gehen, da jede nicht abgegebene Stimme das bestehende System stärke.
Originalbeitrag von Boris Reitschuster
