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Böhmermann, Hateaid und Hayali: Die Schuld der Männer

Veröffentlicht am 22. April 20262 Min. Lesezeit379 Wörter

Ein Interview von Jan Böhmermann mit der Organisation HateAid zu möglichen Förderkürzungen sowie Äußerungen von Grünen-Chef Felix Banaszak zu Geschlechterrollen sorgten für Diskussionen. Auch eine Aussage von Markus Söder über NGOs spielte eine Rolle.

Video

Der ZDF-Moderator Jan Böhmermann hat in seiner Sendung ein Interview mit zwei Geschäftsführerinnen der Organisation HateAid geführt, in dem diese über eine mögliche Kürzung staatlicher Fördermittel sprachen. Die Organisation wird unter anderem über das Bundesprogramm „Demokratie leben!“, das Bundesministerium der Justiz sowie mehrere Stiftungen finanziert und berät Betroffene von Hassrede im Internet. In dem Gespräch äußerten die Geschäftsführerinnen Unsicherheit darüber, ob die Finanzierung aus dem Familienministerium fortgesetzt werde, und kündigten an, im Falle eines Wegfalls einen Teil der Beratungsangebote einstellen zu müssen.

In der Sendung wurde zudem eine Aussage des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder aufgegriffen, der Nichtregierungsorganisationen als „Kraken“ bezeichnet hatte, die sich im Staat eingenistet hätten. Böhmermanns Reaktion auf diese Aussage sowie sein Umgang mit dem HateAid-Interview wurden in der Berichterstattung als zurückhaltend beschrieben.

Kritik an Grünen-Chef

Weiterer Gegenstand ist ein Interview mit dem Grünen-Vorsitzenden Felix Banaszak mit der Zeitung „Die Welt“. Darin äußerte sich Banaszak zu Geschlechterrollen und der Situation von Männern in Beziehungen. Er erklärte, statistisch sei es für Frauen nachteilig, in einer heterosexuellen Beziehung zu leben, da sie schlechter schliefen, weniger verdienten, im Alter schlechter abgesichert seien, kürzer lebten und weniger zufrieden seien. Zugleich stellte er fest, dass traditionelle Geschlechterrollen zunächst vor allem Frauen belasteten, aber auch viele Männer unter wachsendem Druck litten, etwa durch das Bild des Alleinverdiener-Vaters, das ökonomisch oft nicht mehr der Realität entspreche.

Banaszak sagte zudem, er wolle Männer nicht als Problemgruppe adressieren, sondern als Menschen mit eigenen Bedürfnissen und Gefühlen wahrnehmen. Er betonte, von Frauen könne nicht erwartet werden, Männer „verständnisvoll an die Hand“ zu nehmen. Diese Aussagen wurden im Video kommentiert und teilweise als widersprüchlich oder überzogen dargestellt.

Bezug zur Kriminalstatistik

Im Zusammenhang mit dem Thema wurde außerdem ein Beitrag im „heute journal“ zur aktuellen Kriminalstatistik angeführt, in dem es um die Frage ging, welches Risiko Frauen in Beziehungen mit Männern eingehen. Die Aussagen aus diesem Beitrag wurden im Video als Beleg dafür angeführt, dass das Thema Geschlechterrollen und Beziehungsfähigkeit derzeit verstärkt in öffentlich-rechtlichen Formaten diskutiert wird.

Video-Beschreibung

Bei Böhmermann teilen die Damen von HateAid ihr schweres Schicksal, nun womöglich weniger Gelder von der Bundesregierung zu erhalten als bisher. Der ZDF-Comedian bemüht sich mehr schlecht als recht um ein betroffenes Gesicht. Larissa Fußer kommentiert das öffentlich-rechtliche Programm-Experiment. Außerdem geht es um Felix Banaszaks jüngste Ausführungen über moderne Männlichkeit und um ein skurriles Interview im heute journal.

Originalbeitrag von Apollo News

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