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Böhmermann doxxt Clownswelt-Betreiber

Veröffentlicht am 11. Mai 20252 Min. Lesezeit338 Wörter

Der Betreiber von Clownswelt berichtet, wie Jan Böhmermann seine Identität öffentlich gemacht hat. Diskussion über Doxing, Meinungsfreiheit und den Streisand-Effekt.

Video

Der anonyme YouTuber hinter dem Kanal „Clownswelt“ hat sich in einem Video zu Recherchen des ZDF-Satireformats „ZDF Magazin Royale“ von Jan Böhmermann sowie der Wochenzeitung „Die Zeit“ geäußert. Beide Medien hatten zuvor über den Kanal berichtet und dabei Hinweise auf die Identität des Betreibers veröffentlicht. Der Kanalbetreiber, der in seinen Videos mit einer Clownsfigur auftritt und öffentlich-rechtliche Fernsehbeiträge kommentiert, bezeichnete das Vorgehen der Journalisten als Einschüchterungsversuch und Angriff auf sein Privatleben.

In dem Video schilderte der Kanalbetreiber, wie Journalisten der „Zeit“ und Mitarbeiter des „ZDF Magazin Royale“, darunter nach seinen Angaben Christian Fuchs und Laurenz Schreiner sowie Redaktionsleiterin Nora Nagel, versucht hätten, über seine Privatnummer, sein familiäres Umfeld und Bekannte an Informationen über seine Identität zu gelangen. Nach eigener Darstellung erhielt er mehrere Anrufe, bei denen sich Journalisten als Interessenten für ein Interview ausgaben; auch bei seinen Eltern sei geklingelt worden. Zudem seien Fragenkataloge an Bekannte verschickt und Kontakt zu seiner Band aufgenommen worden, die ihn daraufhin ausgeschlossen habe. Diese Vorgänge bewertete er als Versuch, ihn wegen seiner politischen Haltung gesellschaftlich und beruflich zu isolieren.

Vorwurf der Rufschädigung

Der Betreiber von Clownswelt warf dem „ZDF Magazin Royale“ vor, ihn und andere Kanäle mit Etiketten wie „rechtsextrem“ zu belegen, ohne inhaltlich auf seine Aussagen einzugehen. Er kritisierte insbesondere die Veröffentlichung mutmaßlicher Klarnamen von Youtubern aus dem von ihm so bezeichneten „dissidenten“ Spektrum und sah darin eine Prangerwirkung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gegenüber Kritikern der Mehrheitsmeinung. Die Berichterstattung des „ZDF Magazin Royale“ hatte unter anderem ein Gespräch des Kanalbetreibers mit dem ehemaligen AfD-Bundestagsabgeordneten Roger Beckamp thematisiert, das dort als Kontakt zu einem „Bundestagsrechtsextremisten“ eingeordnet worden war. Der Kanalbetreiber erklärte, das Gespräch habe der inhaltlichen Auseinandersetzung mit einer Recherche der Organisation Correctiv gedient.

In seinem Video verwies der Betreiber zudem auf eine Zunahme seiner Abonnentenzahl seit der Ausstrahlung des ZDF-Beitrags und wertete dies als Bestätigung seines Kurses. Er kündigte an, seine Arbeit unverändert fortzusetzen. Zu den in dem Beitrag erhobenen inhaltlichen Vorwürfen, etwa zur Verbreitung von Aussagen über Kriminalitätsstatistiken nach Staatsangehörigkeit, äußerte er sich in dem Video nicht im Detail und kündigte weitere Stellungnahmen an.

Originalbeitrag von Clownswelt

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