
Bei einer unbewilligten Demonstration in der Schweizer Bundesstadt Bern kam es zu schweren Ausschreitungen mit zahlreichen Verletzten und erheblichem Sachschaden. Nach Angaben, die in einem Video zu den Vorfällen verbreitet wurden, wurden 18 Polizisten verletzt und 57 Gebäude beschädigt, hinzu kommen beschädigte Fahrzeuge. Der entstandene Schaden wird in Millionenhöhe beziffert. Vermummte Personen aus dem sogenannten Schwarzen Block sollen dabei unter anderem Pyrotechnik, Farbbeutel und andere Gegenstände eingesetzt haben.
Im Verlauf der Proteste wurde ein Restaurant in Brand gesetzt, während sich nach Darstellung des Videos noch Menschen im Gebäude befanden, die sich in den ersten Stock zurückzogen. Zudem wurden Gewerbetreibende vor Ort nach eigenen Angaben bedroht, teils auch mit Gewaltandrohungen. Ein Polizist soll während der Ausschreitungen mit einem harten Gegenstand am Kopf verletzt worden sein; der Täter blieb unerkannt.
Kritik an Polizeieinsatz
In dem Video wird der Einsatz der Kantonspolizei sowie das Vorgehen der Verantwortlichen für die Sicherheit in Bern kritisiert. Es wird bemängelt, dass die Staatsgewalt nicht ausreichend gegen die Demonstration vorgegangen sei, obwohl die geltenden Gesetze in der Schweiz dies ermöglicht hätten. Mehrere Stimmen fordern demnach den Rücktritt der Verantwortlichen. Auch wird auf einen möglichen Vergleich zum Vorgehen der Polizei bei früheren Corona-Demonstrationen verwiesen, bei denen härter durchgegriffen worden sei.
In der Schweiz wird nach den Vorfällen über eine Verschärfung des Nachrichtendienstgesetzes diskutiert. Kritisiert wird zudem, dass die SP zur Teilnahme an der Demonstration aufgerufen habe. Die Ausschreitungen werden im Video als Terrorismus im Inland eingeordnet, verübt von Gruppen, die dem Antifa-Spektrum zugeordnet werden. Eine Verbotsdiskussion um die Antifa wird ebenfalls angesprochen.
Die Ereignisse in Bern werden in dem Video als Beleg für eine wachsende gesellschaftliche Polarisierung gewertet, die nach Einschätzung des Sprechers zu einem Zulauf für rechte und konservative Parteien führen könnte.
Originalbeitrag von Politik mit Kopf


