LINKE

Sind Sie ein V-Mann! Eklat auf AfD Kongress!

Veröffentlicht am 30. November 20252 Min. Lesezeit347 Wörter

Auf einem AfD-Kongress kam es zu einem Eklat, als ein Teilnehmer einen anderen Kongressbesucher öffentlich beschuldigte, ein Vertrauensperson (V-Mann) zu sein. Der Vorwurf löste eine Konfrontation aus und sorgte für Unruhe unter den Anwesenden. Der Zwischenfall wirft Fragen zur internen Sicherhei...

Video

Auf dem Jugendparteitag der AfD in Gießen hat ein Mann namens Alexander Eichwald, der unter dem Künstlernamen Alex Oak auftritt, eine Rede gehalten, die im Saal für Verwirrung und Widerspruch sorgte. Eichwald sprach die anwesenden Delegierten mehrfach als „Genossen“ an, verwendete ein auffällig gerolltes R und begleitete seine Ausführungen mit Gesten, die von Beobachtern als Anspielung auf historische Reden interpretiert wurden.

Nach eigenen Angaben des Videos war Eichwald erst am 15. Oktober dem Jugendverband der AfD beigetreten, also rund eineinhalb Monate vor seinem Auftritt beim Parteitag. Im Video wird die Vermutung geäußert, er habe sich gezielt in die Partei einschleusen lassen, um die Rede zu halten. Eichwald soll zudem 2019 ein Praktikum bei einer Gleichstellungsstelle absolviert haben, die SPD oder Grünen zugeordnet wird. Mittlerweile sind nach Angaben des Videos mehrere seiner Social-Media-Profile gelöscht worden.

Reaktionen bei Parteitag

Im Anschluss an die Rede stellten Delegierte kritische Nachfragen. Ein Teilnehmer fragte direkt, ob Eichwald ein „V-Mann“ sei, was im Saal mit Applaus und Gelächter quittiert wurde. Ein weiterer Delegierter, der sich als ehemaliger Marinesoldat mit Einsatzerfahrung vorstellte, wandte sich gegen die Anrede als „Genossen“ und fragte, ob sich Eichwald nicht eher bei den Kommunisten wohlfühlen würde. Eichwald selbst erklärte sein gerolltes R mit seiner Herkunft als Russlanddeutscher, der im Alter von neun Jahren nach Deutschland gekommen sei.

Bei der anschließenden Wahl erhielt Eichwald nach Angaben des Videos nur vereinzelte Stimmen, während ein anderer Kandidat rund 85 Prozent der Stimmen auf sich vereinte. Im Video wird betont, dass es sich bei dem Vorfall um keinen Skandal der AfD als Partei handele, sondern um die Aktion eines Einzelnen. Berichten zufolge prüft der Bundesvorstand der AfD-Jugendorganisation den Fall.

Einordnung und Kritik an Medien

Im Video wird der Auftritt in einen größeren Kontext vermeintlicher Angriffe auf die AfD aus dem linken politischen Spektrum eingeordnet, unter anderem mit Verweis auf frühere Aktionen von Aktionskünstlern. Kritisiert wird zudem die mediale Berichterstattung über den Vorfall, insbesondere durch ZDF und Tagesschau, sowie eine aus Sicht des Videos zu nachsichtige Reaktion des Bundeskanzlers. Politiker der Partei Die Linke, darunter Luigi Pantisano, werden im Video als Personen genannt, die den Vorfall für eigene politische Zwecke nutzen wollten.

Originalbeitrag von Aktien mit Kopf

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