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Robert Habeck: Plagiatsvorwürfe zur Doktorarbeit

Veröffentlicht am 3. April 20251 Min. Lesezeit277 Wörter

WELT berichtet über Vorwürfe, Robert Habeck (Die Grünen) habe in seiner Doktorarbeit abgeschrieben. Untersuchung möglicher Plagiate und akademischer Verfehlungen.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck sieht sich wenige Tage vor der Bundestagswahl mit Plagiatsvorwürfen zu seiner vor 25 Jahren verfassten Doktorarbeit konfrontiert. Der bekannte Plagiatsjäger Stefan Weber hat die Dissertation untersucht und will darin zahlreiche Unregelmäßigkeiten entdeckt haben. Noch vor der offiziellen Veröffentlichung der Vorwürfe ging Habeck selbst in die Offensive und veröffentlichte auf der Plattform X ein Video, in dem er jegliches wissenschaftliches Fehlverhalten bestreitet.

Der Grünen-Politiker argumentiert, es gehe lediglich um Ungenauigkeiten in den Fußnoten seiner Arbeit. Die Universität Hamburg habe die Doktorarbeit bereits geprüft und kein grob fahrlässiges Fehlverhalten festgestellt. Weber widerspricht dieser Darstellung vehement und wirft Habeck vor, die Öffentlichkeit zu täuschen. Der Plagiatsjäger behauptet, Habeck habe methodisch eine Quellenarbeit simuliert, die nicht stattgefunden habe, und dabei Zitate von Geistesgrößen wie Hölderlin und Novalis aus ungenannten Sekundärquellen übernommen, ohne diese als solche zu kennzeichnen.

Weber, der bereits 2021 die damalige Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock mit Plagiatsvorwürfen zu ihrem Buch in Bedrängnis gebracht hatte, weist Habecks Argument zurück, die Zitierregeln seien vor 25 Jahren noch nicht so streng gewesen. Diese Regeln seien bereits seit den 1950er Jahren verschriftlicht gewesen. Nach Webers Angaben hat er insgesamt 128 Plagiatsstellen in Habecks Dissertation identifiziert. Er vermutet zudem, dass die Universität Hamburg in Absprache mit den Grünen versucht, die Angelegenheit zu vertuschen, was er als "Hochschulkorruption" bezeichnet.

Die Vorwürfe kommen zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt für Habeck und die Grünen, da sie mitten im laufenden Bundestagswahlkampf erhoben werden. Weber hat nach eigenen Angaben auch die Doktorarbeit von Habecks Ehefrau, der Schriftstellerin Andrea Paluch, untersucht und dort noch schwerwiegendere Plagiate festgestellt. Die Affäre weckt Erinnerungen an ähnliche Fälle in der Vergangenheit, bei denen Plagiatsvorwürfe politische Karrieren nachhaltig beschädigt haben.

Originalbeitrag von WELT

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