
Ein Messerangriff auf einen US-amerikanischen Touristen in einer Dresdner Straßenbahn hat international Aufmerksamkeit ausgelöst. Die US-Botschaft in Berlin veröffentlichte auf der Plattform X eine Erklärung, in der sie den Angriff „aufs Schärfste“ verurteilt. Das Opfer habe mutig eingegriffen, um einen Mitreisenden zu schützen, und sei dabei brutal attackiert worden. Die Botschaft forderte die deutschen Behörden auf, die Täter rasch vor Gericht zu bringen und im größtmöglichen gesetzlich zulässigen Umfang zu bestrafen.
Bei dem Opfer handelt es sich laut übereinstimmenden Berichten um John Rudat, einen 21 Jahre alten Sanitäter und Model aus New York. Er positionierte sich nach der Tat selbst intensiv in sozialen Medien und teilte Informationen zum Tathergang. Nach Polizeiangaben hatten zunächst zwei Männer aus einer Gruppe heraus Frauen in der Straßenbahn belästigt. Rudat schritt ein und wurde daraufhin von einem der Männer angegriffen, der ihm laut Fox News mit einer rund 15 Zentimeter langen Klinge eine Gesichtsverletzung zufügte. Ein mutmaßlicher Tatbeteiligter wurde von der Polizei zunächst zwölf Stunden festgehalten. Nach Angaben der Kolumnistin und Journalistin Anabel Schunke handelt es sich bei diesem Mann jedoch nur um einen mutmaßlichen Mittäter; derjenige, der das Messer benutzt haben soll, sei weiterhin flüchtig. Schunke erklärte, sie habe vom Opfer ein Bild des mutmaßlichen Haupttäters erhalten, warf jedoch die Frage auf, warum keine öffentliche Fahndung stattfinde, und verwies auf mögliche rechtliche Risiken bei einer Veröffentlichung des Bildes.
Internationale Reaktionen
Der Fall wird unter anderem von Fox News aufgegriffen und war zuvor bereits von einem Sonderermittler der Trump-Regierung, Richard Grenell, thematisiert worden. Verwiesen wird zudem auf frühere Warnungen von US-Vizepräsident JD Vance, der bei der Münchner Sicherheitskonferenz und in späteren Interviews auf gesellschaftliche Entwicklungen in Deutschland hingewiesen hatte. Einzelne Länder wie Australien haben laut Berichten bereits Reisehinweise zu Deutschland herausgegeben.
Kritik an Berichterstattung
Der Tagesspiegel berichtete über den Fall unter dem Blickwinkel, dass rechte Medien in den USA den Angriff für Kritik an der früheren Asylpolitik von Alt-Bundeskanzlerin Angela Merkel nutzten. In dem Artikel wurde der Vorfall zunächst als „Auseinandersetzung“ beschrieben, was in dem hier zugrunde liegenden Video als beschönigende Wortwahl kritisiert wird, da es sich um einen Messerangriff gehandelt habe. Kritisiert wurde in diesem Zusammenhang auch der Politiker Peter Bystron, dem der Tagesspiegel vorwirft, US-Medien wie Breitbart Interviews zur früheren Asylpolitik gegeben zu haben. Als Vergleichsfall wird ein Vorfall in Hürth angeführt, bei dem ein SPD-Politiker einen AfD-Politiker in einer Kneipe angegriffen haben soll und der ebenfalls zunächst als „Auseinandersetzung“ bezeichnet wurde.
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Originalbeitrag von Aktien mit Kopf


