
Das US-Justizministerium hat neue Dokumente aus dem Fall des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein veröffentlicht, darunter Fotos, Beweislisten und Unterlagen einer Grand Jury. Die Freigabe erfolgte im Rahmen einer gesetzlichen Frist, die dem Ministerium eine Veröffentlichung innerhalb von 30 Tagen vorschrieb. In den Medien und sozialen Netzwerken richtete sich die Aufmerksamkeit dabei besonders auf Aufnahmen, die den früheren US-Präsidenten Bill Clinton zeigen sollen.
Auf den veröffentlichten Bildern ist Clinton nach Angaben des Senders unter anderem in einem Whirlpool zu sehen, in dessen Umfeld auch eine Person mit unkenntlich gemachtem Gesicht abgebildet sein soll, bei der es sich um ein mutmaßliches Opfer handeln könnte. Auf weiteren Fotos soll Clinton gemeinsam mit Ghislaine Maxwell sowie einer möglichen minderjährigen Person zu sehen sein. Kommentatoren des Senders werteten dies als Beleg für eine enge und wiederholte Verbindung zwischen Clinton und Epstein.
In der Sendung wurde kritisiert, dass Demokraten die Vorwürfe gegen Epstein über Jahre heruntergespielt und erst dann politisiert hätten, als der Fall in der Amtszeit von Donald Trump erneut öffentlich diskutiert wurde. Die Berichterstattung sei zunehmend gegen Republikaner gerichtet gewesen, bis sich nun durch die neuen Unterlagen der Fokus wieder auf Clinton und das Umfeld der Demokraten verschoben habe.
Kritik an Umfang der Freigabe
Der politische Kommentator Scott Jennings äußerte sich in der Sendung zur Vollständigkeit der Veröffentlichung. Ihm zufolge seien am Abend rund 200.000 Dokumente freigegeben worden, ein deutlicher Anstieg gegenüber vorherigen Veröffentlichungen. Zugleich verteidigte er die vorgenommenen Schwärzungen mit dem Hinweis, dass in den Unterlagen zahlreiche Namen von Opfern und Minderjährigen enthalten seien, deren Identität geschützt werden müsse. Ein Vertreter der Republikaner hatte zuvor kritisiert, die Art der Veröffentlichung durch das Justizministerium erfülle die gesetzlichen Vorgaben nur unzureichend.
Jennings vertrat zudem die Auffassung, die Vorgänge um Epstein seien von Beginn an in erster Linie eine Geschichte über Bill Clinton und die Demokraten gewesen, nicht über Donald Trump. Die neuen Dokumente bestätigten dies aus seiner Sicht erneut. In der Sendung wurde betont, dass es bei der gesamten Angelegenheit letztlich um die betroffenen jungen Frauen gehe, denen Gerechtigkeit, Transparenz und Aufklärung zustünden.
Originalbeitrag von Devin Gibson


