Bundesinnenministerin Nancy Faeser hat die neue Kriminalstatistik für das Jahr 2024 vorgestellt, die erneut einen Anstieg bei verschiedenen Straftaten verzeichnet. Nach den vorliegenden Zahlen sind Sexualstraftaten seit 2019 um 32,6 Prozent gestiegen, während Vergewaltigungen, sexuelle Nötigung und schwere sexuelle Übergriffe um 41,3 Prozent zugenommen haben. Die Gewaltkriminalität verzeichnete einen Anstieg um 20 Prozent, Raubdelikte stiegen um 19,8 Prozent und gefährliche sowie schwere Körperverletzung um 18,9 Prozent.
Die Statistik zeigt einen überproportional hohen Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger bei verschiedenen Deliktbereichen. Nach den Angaben ist etwa jeder zweite Räuber und fast jeder zweite Mörder in Deutschland Ausländer. BKA-Präsident Holger Münch verwies bei der Vorstellung auf verschiedene Erklärungsansätze für diese Entwicklung, darunter eine möglicherweise höhere Anzeigebereitschaft gegenüber nichtdeutschen Tatverdächtigen sowie soziale und psychische Belastungsfaktoren.
Faeser und Münch führten mehrere Ursachen für den Kriminalitätsanstieg an. Dazu gehören Kriegserfahrungen von Geflüchteten, schwierige Unterbringungsbedingungen in Zelten und anderen provisorischen Unterkünften sowie die emotionale gesellschaftliche Debatte über Migration, die zusätzliche Belastungen schaffen könne. Münch betonte, dass besonders Länder mit Kriegssituationen wie die Ukraine und Syrien bei den Täterstatistiken auffällig seien, wobei auch die Rückführung in diese Länder eine besondere Herausforderung darstelle.
Die Innenministerin warnte vor pauschalen Bewertungen und forderte einen differenzierten Blick auf die Ursachen. Sie verwies darauf, dass generell eine Häufung von Straftaten bei jungen Männern zu beobachten sei, was auch bei deutschen Tatverdächtigen der Fall sei. Gleichzeitig kritisierte Faeser eine zu emotionale und populistische Diskussion über Migration, die ihrer Ansicht nach Ressentiments schüre und die Belastungssituation von Migranten zusätzlich verstärke.
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