Der deutsche Liedermacher Estéban Cortez sorgt mit seinem neuen Song "Melanie" für Diskussionen. In dem Lied schildert er die Begegnung mit einer jungen Demonstrantin namens Melanie, die er bei einer politischen Kundgebung kennengelernt haben will. Cortez beschreibt dabei seine Faszination für die engagierte Aktivistin, die mit Bannern und politischen Parolen gegen rechte Bewegungen protestiert.
Das Lied zeichnet ein provokantes Bild der Protagonistin und ihrer Familie, die Cortez als typische linke Aktivisten darstellt. Er beschreibt den Vater als "alten Sozi", die Schwester als Antifa-Mitglied und die Mutter als Aktivistin bei "Omas gegen Rechts". Melanie selbst wird als Gender-Studies-Studentin charakterisiert, deren Philosophie es sei, dass "kein Mensch illegal" ist und die gegen die AfD kämpft.
Der Text nimmt eine zunehmend kontroverse Wendung, als Cortez suggeriert, dass Melanie für ihre Demonstrationsteilnahme bezahlt wird - konkret 15 Euro pro Stunde. Er macht der Figur daraufhin ein zynisches Angebot von 20 Euro, wenn sie mit ihm mitkomme, und stellt damit ihre politische Überzeugung als käuflich dar.
Im weiteren Verlauf des Liedes wird der Ton noch schärfer. Cortez behauptet, dass Melanie inzwischen für die Ampel-Koalition arbeite und "Gesinnungsjagd auf brave Bürger" mache. Das Lied endet mit der Andeutung, dass sie Menschen, die ihr widersprechen, in den "Bau" - also ins Gefängnis - schicken lasse.
Der Song bedient sich dabei verschiedener politischer Stereotype und Klischees über linke Aktivisten. Mit seinem provokativen Inhalt und den teils derben Formulierungen dürfte "Melanie" in politischen Kreisen für erhebliche Kontroversen sorgen. Cortez präsentiert das Lied in seinem typischen Stil zwischen Chanson und politischer Satire.
Originalbeitrag von Estéban Cortez

