
Der NIUS-Chefredakteur Julian Reichelt hat in seinem Format „Achtung, Reichelt!“ scharfe Kritik an führenden Politikern und Journalisten geübt, denen er vorwirft, auf ein Verbot der AfD und eine Zensur oder ein Verbot von Medien wie NIUS hinzuwirken. Reichelt bezeichnete dies als Zeichen einer möglichen „linken Diktatur“ und betonte zugleich, sich mit keiner Partei gemein zu machen, sondern auch gegenüber einer AfD-Regierung kritisch zu bleiben.
Auslöser der Debatte war ein Auftritt des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther (CDU) in der ZDF-Sendung von Markus Lanz, in dem Günther NIUS laut Reichelt als „Feinde der Demokratie“ bezeichnet habe. Reichelt kritisierte, dass Günther später abgestritten habe, diese Aussage getätigt zu haben, obwohl die Äußerung in der ZDF-Mediathek nachvollziehbar sei. Er warf Markus Lanz vor, diese Einordnung zunächst mitgetragen und später relativiert zu haben.
Kritik an Bundesjustizministerin
Reichelt verwies zudem auf Äußerungen der Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD), die laut einem Bericht der Neuen Osnabrücker Zeitung vom 17. Januar 2026 ein Parteiverbotsverfahren gegen die AfD nicht aus politischen Gründen ausschließen wolle und von einem notwendigen „Stoppschild“ sprach. Hubig erklärte, auch Meinungsjournalismus müsse faktenbasiert sein, was sich nicht nur auf ein bestimmtes Portal beziehe. Reichelt wertete dies als Hinweis auf mögliche Zensurbestrebungen gegenüber NIUS.
Der Journalist Peter Frey, ehemaliger ZDF-Chefredakteur, äußerte sich laut Reichelt im Deutschlandfunk zum Thema Meinungsfreiheit und erklärte sinngemäß, es habe auch im „Dritten Reich“ Freiheit gegeben – eine Aussage, die Reichelt als Verteidigung von Zensurbestrebungen interpretierte.
Kritik an geförderter Broschüre
Reichelt kritisierte außerdem, dass das Bundesfamilienministerium unter der Ministerin Karin Prien (CDU) eine mit rund 300.000 Euro geförderte Broschüre mit dem Titel „Stark gegen Rechts: Jugendverbände gegen rechte Einflussnahme“ unterstützt habe, herausgegeben vom Informations- und Dokumentationszentrum für Antirassismusarbeit (IDA). Die Broschüre richte sich an die Jugendarbeit und definiere Begriffe wie Rechtsextremismus, Rechtspopulismus und Neue Rechte. Reichelt bemängelte, dass darin nicht klar zwischen unterschiedlichen politischen Strömungen unterschieden werde und die Broschüre suggeriere, wer rechte Parteien wähle, kenne deren angeblich menschenfeindliche Positionen.
Im Video wurde zudem ein Beitrag der Kabarettistin Simone Solga eingespielt, die in einem auf YouTube veröffentlichten Video die von Lanz vorgebrachte Argumentation kritisierte und anmerkte, dass NIUS und Reichelt nie konkrete Beispiele für die ihnen vorgeworfenen Falschbehauptungen genannt worden seien.
Video-Beschreibung
Die größte Gefahr der Gegenwart kommt aktuell mehr und mehr ans Licht: Es sind ein links-grünes politisch-mediales Milieu und Teile von Politik, ÖRR und NGO-Strukturen, die eine „rechtsextreme Machtergreifung“ als größte Gefahr propagieren– und sie reagieren darauf mit Forderungen nach Verboten, Zensur und Einschränkungen gegen Opposition und freie Medien.
Damit droht ein steuer- und gebührenfinanzierter Weg in eine „linke Diktatur“. Wir geben das Versprechen: NIUS macht sich mit keiner Partei gemein und ist auch gegenüber einer AfD-Regierung kritisch, genauso wie wir es bei CDU, SPD und Grünen waren. Die Causa Günther bringt jedoch auch kluge Stimmen an die Oberfläche, für die wir sehr dankbar sind. Etwa stellt die Kabarettistin Simone Solga genau die richtigen Fragen.
Warum die Verbots-Bestrebungen gegen neue Medien und gegen die größte Oppositionspartei ein Alarmsignal sind, erfahren Sie in dieser Folge von „Achtung, Reichelt!“
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Originalbeitrag von Achtung, Reichelt!


