
Ein Foto und ein veröffentlichter Chatverlauf sorgen für Diskussionen über die Nähe der Berliner Linkspartei zum sogenannten Remmo-Clan. Nach Angaben des Videos zeigte sich Issa Remmo, das Oberhaupt der Familie, auf der Wahlparty der Linken in Berlin-Neukölln und äußerte sich gegenüber der Berliner Morgenpost positiv über den Wahlausgang. Die Linkspartei erklärte dazu, es gebe weder eine politische noch persönliche Beziehung zu der Person, der Besuch der Wahlparty ändere daran nichts.
Im Anschluss veröffentlichte ein Mitglied der Familie Remmo einen Chatverlauf mit dem Bundestagsabgeordneten der Linken, Ferat Kocak. Darin bittet Kocak demnach um ein Treffen, lässt Grüße an den Vater ausrichten und bittet darum, ein Video von sich – eine Rede aus dem Bundestag – zu verbreiten. Kocak reagierte darauf mit einem öffentlichen Statement und bestätigte die Echtheit der Chatnachrichten. Er erklärte, Kontakte von Mandatsträgern zu Personen, die der organisierten Kriminalität zugerechnet würden, seien nicht zu rechtfertigen, betonte zugleich aber, er kommuniziere wöchentlich mit hunderten Menschen in sozialen Netzwerken und habe die Identität seines Gesprächspartners nicht gekannt.
Kocak weist Kritik zurück
In einer Bundestagsrede wandte sich Kocak gegen den Begriff „Clankriminalität“. Er bezeichnete ihn als politischen Kampfbegriff mit rassistischer Geschichte, der ganze Familien unter Generalverdacht stelle und Menschen aufgrund ihres Nachnamens kriminalisiere. Sogenannte Clandelikte machten in Berlin nur einen sehr geringen Anteil aller Straftaten aus, so Kocak, der stattdessen eine Debatte über tatsächliche gesellschaftliche Probleme forderte und die AfD als eigentliches Problem benannte. Die Bundestagsabgeordnete Tamara Mazi verteidigte Kocak öffentlich und bezeichnete die Kritik an ihm als „Hetzkampagne“.
Wahlergebnis und Wählerstruktur
Das Video verweist auf Daten zur Wählerstruktur bei der Berliner Abgeordnetenhauswahl. Demnach habe die Linke insbesondere im Zentrum Berlins sowie in Teilen von Friedrichshain-Kreuzberg und Neukölln zugelegt und dort teils frühere Grünen-Wähler für sich gewonnen. Laut den zitierten Erhebungen hätten 51 Prozent der muslimischen Wählerschaft in Berlin die Linke gewählt, während die Partei bei Wählern mit einfacher Bildung und bei Arbeitern hinter der AfD zurückgeblieben sei. Aus diesen Zahlen wird im Video die These abgeleitet, der Wahlerfolg der Linken beruhe nicht vorrangig auf sozialen Themen, sondern auch auf der gezielten Ansprache migrantischer Milieus.
Video-Beschreibung
Der Skandal um Ferat Koçak und den Remmo-Clan trifft die Berliner Linke schwer. Erst taucht Issa Remmo auf der Neuköllner Wahlparty auf, dann werden Chats seines Sohnes mit Koçak öffentlich. Was hier offenbart wird, hat dramatische Folgen für die Bundesrepublik.
Originalbeitrag von Apollo News


