Der Deutschland-Kurier übertrug am Wahlabend zur Bundestagswahl 2025 live von der AfD-Wahlparty und diskutierte mit Gästen über den abgelaufenen Wahlkampf. Die Runde bewertete den Wahlkampf als geprägt von einseitiger Medienberichterstattung gegen die AfD, sah darin aber paradoxerweise einen Vorteil für die Partei.
Die Gesprächsteilnehmer kritisierten die Wahlkampfführung der etablierten Parteien scharf. Besonders die Auftritte von AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel in öffentlich-rechtlichen Formaten wurden als unfaire Inszenierung bezeichnet, bei der gezielt ausgewählte Publikumsteilnehmer kritische Fragen stellten. Diese Strategie der Medien werde jedoch zunehmend durchschaut und helfe der AfD letztendlich, so die Einschätzung der Diskutanten.
Das vorzeitige Ende der Ampel-Koalition bewerteten die Gesprächsteilnehmer ambivalent. Einerseits hätte eine längere Regierungszeit von Scholz und Habeck der AfD möglicherweise noch mehr Zulauf beschert. Andererseits erwarten sie, dass auch eine künftige große Koalition aus CDU und SPD oder eine Dreierkoalition die drängenden Probleme nicht lösen könne und daher nicht lange Bestand haben werde.
Parallel zur Studiodiskussion berichtete ein Reporter live von der AfD-Wahlparty, wo eine kleine Gegendemonstration stattfand. Diese wurde jedoch als wenig eindrucksvoll beschrieben - geschätzt etwa 50 Teilnehmer, die aufgrund der räumlichen Trennung die eigentliche Wahlveranstaltung nicht störten. Die Übertragung zeigte auch Ausschnitte von CDU-Chef Friedrich Merz, der bei einer eigenen Veranstaltung gegen linke Demonstranten ausrückte und das Ende linker Mehrheiten in Deutschland verkündete.
Die Diskutanten zeigten sich optimistisch, dass die sogenannte "Brandmauer" gegen die AfD bei künftigen Koalitionsverhandlungen fallen könnte, sollten etablierte Regierungsbündnisse scheitern. Sie prognostizierten weitere Verluste für die CDU, falls diese in eine Koalition mit unpassenden Partnern eintrete und ihre Wahlversprechen nicht einlösen könne.
Originalbeitrag von Deutschland Kurier