
Der Gründer der konservativen Jugendorganisation Turning Point USA, Charlie Kirk, ist am 10. September 2025 bei einer Veranstaltung seiner „American Comeback Tour“ an der Utah Valley University in Orem, Utah, durch einen Schuss in den Hals tödlich verletzt worden. Der 31-Jährige, ein enger Verbündeter von Donald Trump, saß unter einem Zelt und beantwortete Fragen von Zuhörern, als ihn ein mutmaßlich von einem gegenüberliegenden Dach abgegebener Schuss traf. Kirk starb den Berichten zufolge rund zwei Stunden später in einem nahegelegenen Krankenhaus. Die Veranstaltung wurde daraufhin abgebrochen, die Polizei eskortierte die Anwesenden vom Gelände.
Kirk war vor allem für seine Auftritte an US-amerikanischen Universitäten bekannt, bei denen er kontroverse Themen wie Meinungsfreiheit, Waffenrecht und Einwanderung öffentlich diskutierte. Anhänger beschreiben seinen Debattenstil als sachlich und auf zivilen Austausch ausgerichtet. Nach der Tat verbreitete sich im Netz ein älteres Zitat Kirks, wonach man viel über eine Person erfahre, wie sie auf den Tod eines anderen Menschen reagiere.
Reaktionen in sozialen Medien
Im Anschluss an das Attentat kursierten zahlreiche Kommentare, die die Tat verharmlosten oder guthießen. Auf der Plattform TikTok äußerte eine Nutzerin sinngemäß, sie freue sich, wenn einer als schlimm empfundenen Person etwas Schlimmes widerfahre. Auch ein im US-Sender MSNBC zu Wort gekommener Kommentator brachte laut Wiedergabe im Video zum Ausdruck, Kirk habe als „spalterische Person“ mit seiner Rhetorik selbst zu seinem Schicksal beigetragen.
In Deutschland äußerten sich unter anderem der Comedian ElHotZo sowie der Autor Jann Wattjes, der zeitweise für das Neo Magazin Royale von Jan Böhmermann tätig war, mit spöttischen Beiträgen zu Kirks Tod. Wattjes bezog sich dabei auf einen vorherigen Beitrag ElHotZos und formulierte eine Anspielung auf den tödlichen Schuss; sein Account bei Bluesky wurde nach eigenen Angaben später gelöscht.
Reaktionen aus linken Organisationen
Die Gruppierung Linksjugend Hannover veröffentlichte auf Instagram mehrere Beiträge, in denen sie schrieb, „blutige und rechte Politik“ führe zu „blutigen Patronen“, und Kirks „rechtsradikale, menschenverachtende und ausbeuterische Politik“ sei mit dem Schuss beendet worden. Erik Uden, Beisitzer im Landesvorstand der Partei Die Linke Niedersachsen, veröffentlichte auf Instagram ein Bild Kirks mit dem Zusatz „Claims to be pro life – dies“ sowie eine weitere Bemerkung, die als Anspielung auf die tödliche Kopfverletzung verstanden wurde. In einem älteren, im Video gezeigten Redebeitrag bei einem AfD-Bürgerdialog in Hannover hatte Uden zuvor davon gesprochen, dass „Nazis“ historisch nicht durch Dialog, sondern durch bewaffneten Widerstand besiegt worden seien.
Auch der ZDF-Drehbuchautor Mario Sixtus äußerte sich auf der Plattform X mehrfach zu Kirks Tod, unter anderem mit der Aussage, „wenn Faschisten sterben, jammern Demokraten nicht“, sowie mit einem Vergleich zwischen Kirk und einem an eigenen Drogen gestorbenen Dealer. Der für die Linken-Bundestagsabgeordnete Heidi Reichinnek tätige Mitarbeiter Felix S. Schulz postete ein inzwischen gelöschtes GIF mit dem Text „oh nein, anyway“. Der YouTube-Nutzer TitosLeftLung schrieb, ihm tue die Familie Kirks auf menschlicher Ebene leid, für Kirk selbst empfinde er jedoch keinen Respekt.
Originalbeitrag von Clownswelt


