Alexandra Hermann kandidiert für den Bundesvorstand der Partei DIE LINKE und setzt sich dabei für mehr Geschlechtergerechtigkeit innerhalb der Parteistrukturen ein. Hermann, die dem dritten Geschlecht angehört und beruflich als Softwareentwicklerin tätig ist, kritisierte auf dem Parteitag in Halle die aktuelle Satzung der Partei.
Die Kandidatin verwies darauf, dass in Deutschland offiziell drei Geschlechter anerkannt sind, die Parteisatzung in Paragraph 10 jedoch nur zwei Geschlechter berücksichtige. Diese Diskrepanz führe zu einer strukturellen Benachteiligung des dritten Geschlechts, das als "absolutes Minderheitengeschlecht" noch weniger Beachtung finde als andere Gruppen.
Hermann betonte ausdrücklich, dass sie die feministische Ausrichtung der Partei und die besonderen Rechte für Frauen unterstütze. Gleichzeitig forderte sie jedoch, dass auch das dritte Geschlecht in den Parteistrukturen angemessen repräsentiert werde, da dieses bislang ignoriert worden sei.
Als Delegierte der ökologischen Plattform möchte Hermann zudem ökologische Aspekte stärker in die Entscheidungsfindungen des Parteivorstands einbringen. Sie kündigte an, ihre beruflichen Erfahrungen als Softwareentwicklerin sowie ihre Perspektive als diverse Person in die Vorstandsarbeit einzubringen, um die Partei in diesen Bereichen zu unterstützen.
Originalbeitrag von Frank Lehmann