
Die Amtszeit von Annalena Baerbock als Präsidentin der UN-Generalversammlung geht nach Berichten der „Welt“ mit deutlicher Kritik zu Ende. Eine US-Diplomatin wirft ihr demnach vor, ihre Kompetenzen überschritten und sich wie ein „diplomatischer Superstar“ inszeniert zu haben. Auch aus Russland kommen kritische Stimmen. Baerbock hatte zuletzt mehr Transparenz bei der Wahl des künftigen UN-Generalsekretärs gefordert, unter anderem öffentliche Anhörungen der Kandidaten sowie die Vorgabe, dass der Sicherheitsrat nur Bewerber berücksichtigen solle, die zuvor am Dialog mit der Generalversammlung teilgenommen haben.
Kritik an Baerbocks Auftreten
Moderatoren der Sendung ordneten die Vorgänge kommentierend ein und äußerten sich kritisch zu Baerbocks Auftreten bei den Vereinten Nationen. Ihr wurde vorgeworfen, sich statt in einer zurückhaltenden, diplomatischen Rolle als Vorsitzende eines Gremiums mit vielfältigen nationalen Interessen zu sehr in den Vordergrund gestellt zu haben. Als Beispiel wurde ihr öffentliches Auftreten in sozialen Medien während ihrer Zeit in New York genannt. Zudem wurde infrage gestellt, welche konkreten Ergebnisse sie in ihrem Jahr als Präsidentin der Generalversammlung für Deutschland oder die Vereinten Nationen erzielt habe.
In der Sendung wurde zudem spekuliert, welche beruflichen Perspektiven sich für Baerbock nach dem Ende ihrer New Yorker Amtszeit ergeben könnten, nachdem die Grünen aktuell nicht mehr an einer Bundesregierung beteiligt sind. Auch der frühere Wirtschaftsminister Robert Habeck wurde in diesem Zusammenhang erwähnt, da beide nach ihrer Regierungszeit ins Ausland gegangen seien.
Urteil gegen Correctiv
Das Landgericht Berlin II hat laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung dem Medienunternehmen Correctiv eine Darstellung untersagt, wonach der frühere Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg eine Zusammenarbeit von Union und AfD oder eine von der AfD tolerierte Minderheitsregierung befürwortet habe. Nach Auffassung der Richter hatte Correctiv Guttenbergs Aussage verkürzt und verzerrt wiedergegeben.
In der Sendung wurde das Urteil zum Anlass genommen, die journalistische Arbeitsweise von Correctiv grundsätzlich zu kritisieren. Die Organisation wurde als teils steuerfinanziert und tendenziös bezeichnet; die Berichterstattung über ein sogenanntes Potsdamer Treffen sowie über Guttenbergs Position sei demnach in Teilen unzutreffend gewesen. Gleichzeitig wurde in der Diskussion auch auf die grundsätzliche Schwierigkeit hingewiesen, in der Berichterstattung die Grenze zwischen zulässiger journalistischer Zuspitzung und einer verzerrenden Darstellung zu ziehen – ein Punkt, mit dem sich deutsche Gerichte regelmäßig befassen.
Video-Beschreibung
Neuer Eklat um Annalena Baerbock: Zum Ende ihrer Amtszeit als Präsidentin der UN-Generalversammlung kommt scharfe Kritik aus den USA und Russland. Hat Baerbock ihre Kompetenzen überschritten? Die Hintergründe zur Debatte um Deutschlands Rolle bei den Vereinten Nationen.
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Originalbeitrag von NIUS


