
Bei einer Demonstration in Oldenburg ist es nach Angaben eines vor Ort filmenden Reporters zu tätlichen Auseinandersetzungen zwischen Gegendemonstranten und einem Journalisten gekommen. Der Betroffene, der das Geschehen live auf YouTube übertrug, wurde nach eigenen Angaben von Teilnehmern der Demonstration bedrängt, beschimpft und angegriffen.
In dem Video ist zu sehen, wie der Reporter zunächst von mehreren Personen aufgefordert wird, das Filmen einzustellen und den Bereich zu verlassen. Anwesende riefen wiederholt die Parole „Kein Mensch ist illegal“ und bezeichneten die Anwesenheit des Journalisten als unerwünscht. Im weiteren Verlauf kam es zu Rangeleien, bei denen der Reporter nach eigener Schilderung geschubst und festgehalten wurde. Auch ein Ordner der Demonstration forderte ihn auf, den Ort zu verlassen.
Polizei zeitweise nicht präsent
Nach Darstellung des Reporters war die Polizei zeitweise nicht in unmittelbarer Nähe, was er als unzureichenden Schutz kritisierte. Er versuchte demnach mehrfach, in der Nähe von Polizeikräften zu bleiben, wurde jedoch von Beamten gebeten, größeren Abstand zu wahren. Später griffen laut Video mehrere weitere Personen aus der Demonstration ein, wobei der Reporter zu Boden gebracht wurde. Eingesetzte Polizeikräfte kamen den Angaben zufolge mit Verzögerung hinzu und brachten ihn schließlich aus dem unmittelbaren Bereich der Demonstration.
Die Polizei überprüfte nach dem Vorfall den Gesundheitszustand des Reporters. Nach eigenen Angaben blieb unklar, ob eine der beteiligten Personen aus der Demonstration von der Polizei festgehalten oder identifiziert werden konnte. Der Reporter kritisierte im Anschluss, dass er trotz laufender Berichterstattung nicht ausreichend vor den Angriffen geschützt worden sei.
Originalbeitrag von Weichreite TV


