LINKE

Amadeu-Antonio-Stiftung: Erst, dann Angriff auf Apollo News

Veröffentlicht am 25. April 20262 Min. Lesezeit386 Wörter

Die Amadeu-Antonio-Stiftung wirft rechtsalternativen Medien wie Apollo News vor, einen Schulvorfall in Görlitz für eine Kampagne gegen zivilgesellschaftliches Engagement zu nutzen. Auch eine Bundestagsdebatte, Annalena Baerbocks TV-Auftritt und Wolfram Weimers Medienpolitik wurde

Artikel anhören

Vorgelesen von einer synthetischen Stimme, etwa 3 Min.

Video

Die Amadeu-Antonio-Stiftung hat rechtsalternativen Medien wie Apollo News, Nius und Junge Freiheit vorgeworfen, mit einer tendenziösen Kampagne gegen einen Vorfall an einer Schule im Landkreis Görlitz zur Diskreditierung zivilgesellschaftlicher Arbeit beizutragen. Auslöser war ein von der Stiftung gefördertes Schulprojekt, bei dem an einer Schule explizites Material aus dem Magazin „Queer Sex – Whatever the [Verb] You Want“ gezeigt worden sein soll, darunter nach Angaben der berichtenden Medien ungepixelte Aufnahmen sexueller Handlungen. Die Schulleitung kündigte den Angaben zufolge den Vertrag mit den Projektverantwortlichen nach dem ersten Tag und informierte die Schulaufsicht. Der sächsische Kultusminister kritisierte die Amadeu-Antonio-Stiftung öffentlich für die Förderung.

Die Stiftung reagierte nach eigenen Angaben mit einer Erklärung, in der sie mitteilte, von dem pornografischen Inhalt keine Kenntnis gehabt zu haben. Zugleich bezeichnete sie die Berichterstattung als Teil eines „autoritären Playbooks“ und eines Kulturkampf-Narrativs zu einem angeblichen „NGO-Komplex“. In einer auf Instagram veröffentlichten Stellungnahme warf die Stiftung rechtsalternativen Medien, Meinungsmachern und der AfD vor, unter dem Deckmantel des Kinderschutzes zivilgesellschaftliches Engagement insgesamt infrage zu stellen und queerfeindliche Positionen zu vertreten. Apollo News wies diese Darstellung zurück und bezeichnete sie als Versuch, berechtigte Kritik als rechtsextreme Erzählung zu diffamieren.

Debatte im Bundestag

Der Vorfall war Gegenstand einer von der AfD beantragten Aktuellen Stunde im Bundestag. Der SPD-Abgeordnete Felix Döring bezeichnete das Zeigen der Broschüre dabei als „Lapalie“ und verwies darauf, dass Jugendliche im Internet ohnehin leicht Zugang zu problematischerem pornografischem Material hätten. Kritiker entgegneten, es bestehe ein Unterschied, ob solches Material im Rahmen eines staatlich geförderten Schulprojekts verbreitet werde oder im Internet frei zugänglich sei.

Weitere Themen der Sendung

In der Sendung wurde zudem ein Auftritt der ehemaligen Außenministerin Annalena Baerbock bei der US-Satiresendung „The Daily Show“ thematisiert, bei dem sie die Bedeutung der Vereinten Nationen verteidigte. Kritisiert wurde dabei die Rolle der Weltgesundheitsorganisation während der Corona-Pandemie sowie das Verhalten der UN-Blauhelmtruppen während des Völkermords in Ruanda 1994.

Ebenfalls Thema war eine Rede von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer bei den Medientagen Mitteldeutschland, in der er für eine geplante Digitalabgabe auf Werbeeinnahmen großer Technologiekonzerne warb, mit der unter anderem der öffentlich-rechtliche Rundfunk gestärkt werden soll. Weimer begründete den Vorstoß unter anderem mit dem Schutz der Demokratie vor „von Amerika aus kontrollierten“ digitalen Plattformen und mit den bevorstehenden Landtagswahlen in Ostdeutschland. Die Aussagen wurden in der Sendung als Versuch gedeutet, den öffentlich-rechtlichen Rundfunk gegen Kritik der AfD zu verteidigen, während strukturelle Probleme klassischer Medien unerwähnt blieben.

Originalbeitrag von Apollo News

TeilenXWhatsAppFacebookLinkedIn

Ähnliche Artikel

Bärbock - diplomatisches Ausnahmetalent #1

Bärbock - diplomatisches Ausnahmetalent

In die Rede von Frau Baerbock, der Ersatzfrau für Helga Schmid auf dem Posten der Präsidentin der UN-Generalversammlung, haben sich offenbar ein paar kleine Fehler eingeschlichen. Diese möchte ich hier satirisch aufzeigen. Die Rede wurde am 20.03.2026 anlässlich des World Football Day 2026 gehalten.

17. Juni 20261 Min. Lesezeit