LINKE

Sahra Wagenknecht und das BSW

Veröffentlicht am 3. April 20252 Min. Lesezeit368 Wörter

Tagesschau-Bericht über Sahra Wagenknecht und ihre neue Partei 'Bündnis Sahra Wagenknecht' (BSW). Als Alternative im linken Spektrum zu DIE LINKE positioniert.

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Die Vorsitzende des Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW), Sahra Wagenknecht, hat sich in der ARD-Sendung von Caren Miosga zu den Landtagswahlergebnissen ihrer Partei in Sachsen und Thüringen sowie zu Fragen der Parteiorganisation geäußert. Sie zeigte sich zufrieden mit dem schnellen Erfolg der neu gegründeten Partei und wertete die Ergebnisse als Beleg dafür, dass es eine große Repräsentationslücke in der deutschen Parteienlandschaft gebe. Viele Menschen seien politisch heimatlos geworden und wünschten sich Veränderung gegenüber der Politik der amtierenden Bundesregierung und der CDU.

Zu ihrem früheren Austritt aus der Partei Die Linke erklärte Wagenknecht, sie habe sich lange bemüht, den Kurs der Partei zu verändern, um wieder mehr Vertrauen bei den Wählern zu gewinnen. Da dies nicht gelungen sei, habe man sich entschieden, mit einem eigenen politischen Projekt anzutreten. Die Linke habe sich nach ihrer Einschätzung von den ursprünglichen Anliegen entfernt und Themen verfolgt, die von großen Teilen der Bevölkerung nicht mehr geteilt würden.

Namensgebung der Partei

Zur Frage, warum die Partei ihren Namen trage, sagte Wagenknecht, dies sei zunächst keine persönliche Entscheidung gewesen, sondern der praktischen Erwägung geschuldet, dass eine neue Partei zunächst Schwierigkeiten habe, auf dem Wahlzettel wahrgenommen zu werden. Der Zusatz „Bündnis Sahra Wagenknecht“ habe es den Wählern erleichtert, die noch unbekannte Abkürzung BSW zu identifizieren. Vorwürfe, es handle sich um eine Partei mit Personenkult, wies sie zurück. Sie verwies dabei auch auf ihr Geburtsdatum und erklärte, sie plane nicht, dauerhaft an der Spitze der Politik zu stehen.

Im Interview wurde auch auf Aussagen der Thüringer BSW-Landesvorsitzenden Katja Wolf eingegangen, die sich öffentlich gegen Personenkult ausgesprochen und erklärt hatte, kein Bild ihrer Parteivorsitzenden im Büro haben zu wollen. Wagenknecht erklärte, sie teile diese Haltung und lehne Personenkult in der eigenen Partei ebenfalls ab. Gleichzeitig bestätigte sie, dass Koalitionsverhandlungen zwar von den jeweiligen Spitzenkandidaten in den Ländern geführt würden, sie selbst aber eingebunden sein und ein persönliches Bild von möglichen Koalitionspartnern gewinnen wolle. Dies begründete sie damit, dass die CDU versuche, einen Keil zwischen die Parteispitze und die Landesverbände zu treiben.

Angesprochen auf ein umfangreiches Merchandising-Angebot mit ihrem Konterfei, darunter Tassen, Hoodies und Kühlschrankmagnete, erklärte Wagenknecht, man habe eigene Produkte auf den Markt gebracht, weil es entsprechende Artikel bereits ohne Zustimmung der Partei gegeben habe und man diesen „Wildwuchs“ habe stoppen wollen.

Originalbeitrag von tagesschau

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