
Der Berliner Linken-Politiker Ferat Koçak steht wegen veröffentlichter Chatnachrichten mit Mitgliedern der Remmo-Familie in der Kritik. Die Nachrichten hatten öffentlich Aufsehen erregt, da die Remmo-Familie als einer der bekanntesten sogenannten Clans in Berlin gilt und in der Vergangenheit mit kriminellen Aktivitäten in Verbindung gebracht wurde. Koçak sieht sich seither Vorwürfen ausgesetzt, zu große Nähe zu Angehörigen der Familie gepflegt zu haben, wobei er selbst betont, im Rahmen seiner politischen Arbeit im Wahlkreis Neukölln Kontakt zu verschiedensten Bewohnern der Gegend zu unterhalten.
Die Debatte löste auch innerhalb des politisch links stehenden Spektrums Diskussionen aus, da Koçak nach eigenen Angaben von früheren Weggefährten aus den Reihen der Grünen und der Linken kritisiert wird. Verteidiger Koçaks verweisen darauf, dass der Umgang mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen in einem Stadtteil wie Neukölln zur alltäglichen politischen Praxis gehöre. Kritiker hingegen sehen in den bekanntgewordenen Chats ein Problem hinsichtlich der Nähe von Politik zu Personen aus dem Umfeld organisierter Kriminalität und fordern eine klarere Distanzierung.
Originalbeitrag von Apollo News
