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Elon Musk: Jetzt machen wir Wikipedia platt!

Veröffentlicht am 2. Oktober 20252 Min. Lesezeit395 Wörter

Elon Musk kündigt an, gegen Wikipedia vorzugehen. Kritik an der vermeintlich einseitigen Darstellung und ideologischen Ausrichtung der Online-Enzyklopädie. Analyse der Kontroverse um Neutralität und Meinungsfreiheit.

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Der Unternehmer Elon Musk hat angekündigt, mit seiner Firma xAI eine Alternative zur Online-Enzyklopädie Wikipedia zu entwickeln. Das Projekt trage den Namen Grokipedia und solle eine „massive Verbesserung“ gegenüber Wikipedia darstellen, schrieb Musk auf der ihm gehörenden Plattform X. Nach eigenen Angaben sei das Vorhaben ein notwendiger Schritt für das Ziel von xAI, das Universum besser zu verstehen.

Hintergrund der Ankündigung ist eine seit längerem geäußerte Kritik an Wikipedia, wonach die Enzyklopädie politisch einseitig sei. David Sacks, Investor und früherer Weggefährte Musks bei PayPal, erklärte, Wikipedia sei „hoffnungslos voreingenommen“. Eine „Armee linker Aktivisten“ pflege die Biografien und verhindere Korrekturen. Das Problem werde dadurch verschärft, dass Wikipedia in Google-Suchergebnissen häufig an erster Stelle stehe und mittlerweile eine vertrauenswürdige Quelle für das Training von KI-Modellen sei. Auch Wikipedia-Mitgründer Larry Sanger hatte die Plattform wiederholt kritisiert und sie als „umfassendste Propagandaoperation der menschlichen Geschichte“ bezeichnet.

Kritik an Wikipedia-Artikeln

Als Beispiel für eine mutmaßlich einseitige Darstellung wird im Video der Wikipedia-Eintrag zum AfD-Politiker Joachim Paul angeführt, der dort als „rechtsextremer deutscher Politiker“ bezeichnet wird. Zudem wird auf den Wikipedia-Artikel zur Tötung von Iryna Zarutska verwiesen, dessen Veröffentlichung zunächst umstritten gewesen sei, bevor er nach öffentlicher Kritik freigegeben wurde.

Die Ankündigung von Grokipedia fällt in eine Phase, in der Musks KI-Chatbot Grok bereits wegen fehlerhafter oder umstrittener Aussagen in der Kritik steht. Die EU-Kommission hat angekündigt, jüngste Auffälligkeiten von Grok in laufende Ermittlungen gegen die Plattform X einzubeziehen. Beobachter befürchten, dass generative KI-Systeme zur politischen Einflussnahme genutzt werden könnten.

Boykottaufruf gegen Netflix

Parallel dazu unterstützte Musk eine Kampagne gegen den Streamingdienst Netflix, nachdem Nutzer dem Unternehmen vorgeworfen hatten, in Kinderserien eine „woke“ Agenda zu verbreiten. Musk rief seine Follower auf X dazu auf, ihre Netflix-Abonnements zu kündigen. In der Folge kam es zu einem Kursrückgang der Netflix-Aktie sowie zu zahlreichen öffentlichen Kündigungsbekundungen auf der Plattform X.

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Originalbeitrag von Aktien mit Kopf

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